Jahresrückblick

Was die Reformierten beschäftigt hat

Kurz vor den Festtagen schaut die Redaktion auf die zweite Jahreshälfte 2024 zurück. Werfen Sie einen Blick auf unsere meistgelesenen Artikel und Themen, um das Nachrichtenjahr ausklingen zu lassen.
Die Feiertage sind eine eine gute Gelegenheit für eine mediale Verschnaufpause. (Bild: Gaëtan Bally)

Nachrichten sind schnell vergessen, besonders die erfreulichen. Aus diesem Grund hat die Redaktion für Sie die meistgelesenen Beiträge der zweiten Jahreshälfte zusammengestellt. Darunter befinden sich spannende Porträts, die wichtigsten kirchenpolitischen Entscheidungen und Artikel zu drängenden ethischen Fragen unserer Zeit. Lassen Sie damit das Nachrichtenjahr 2024 Revue passieren.

Die Redaktion wünscht Ihnen schöne Festtage. Ab dem 24. Dezember reduziert sie ihren Betrieb bis Neujahr, begleitet Sie aber weiterhin mit Geschichten und den wichtigsten Nachrichten.

Forschende der Universität Zürich haben sich mit der Frage beschäftigt, wie Pfarrpersonen in ihrem Berufsleben mit assistiertem Suizid umgehen. Der Theologe und Ethiker Michael Coors, der an der Studie mitgewirkt hat, hebt die moralische Ambivalenz des Themas hervor.

Vor 500 Jahren hat Katharina von Zimmern das Fraumünsterstift der Stadt Zürich übergeben und dazu beigetragen, dass der religiöse Frieden gewahrt blieb. Zu Ehren der letzten Äbtissin Zürichs hat ein Verein einen besonderen Turm errichtet. Wir haben mit der Architektin des Projekts gesprochen.

Mit dem Berner Theologen Andreas Borter ist am 1. August dieses Jahres ein Pionier der Männerarbeit gestorben. Er war einer der ersten, der Kurse zu Mannsein und Spiritualität anbot. Zudem gehörte er zu den Gründern des Dachverbands männer.ch

Am 1. Februar 2025 tritt Christian Walti seine neue Stelle als Grossmünster-Pfarrer an. Wir haben mit dem Präsidenten der Pfarrwahlkommission über die Auswahlkriterien gesprochen und wollten von Walti wissen, wie er sich den Wechsel in seine alte Heimat vorstellt.

Wollten Sie schon immer wissen, wie die Stadt Zürich kurz vor der Reformation aussah? Dann gibt es erfreuliche Nachrichten für Sie. Ein 3D-Modell des Amts für Städtebau ermöglicht einen digitalen Spaziergang durch die spätmittelalterliche Stadt.

Auch wenn die wenigsten ihn besuchen, sorgt er nach wie vor für Emotionen: der Sonntagsgottesdienst. Auf den Vorschlag der deutschen Pfarrerin Hanna Jacobs hin, ihn abzuschaffen, gab es zahlreiche Reaktionen. Lesen Sie nochmals diejenige von Pfarrer Roland Portmann und diejenige von Pfarrerin Carla Maurer.

Nach einem Jahr als höchster Schweizer hat der Sozialdemokrat und Methodist Eric Nussbaumer den Stab an die Aargauer FDP-Nationalrätin Maja Riniker weitergegeben. Wir haben im Sommer mit ihm über den Zusammenhang von Glaube und Politik gesprochen.

Beim «Wort zum Sonntag» hat ein Ende Oktober ein neues Team aus fünf Theologinnen und Theologen das Ruder übernommen. Von reformierter Seite sind Reto Studer, Pfarrer in der Kirchgemeinde Kelleramt im Kanton Aargau, und Stina Schwarzenbach, Pfarrerin in Erlenbach am Zürichsee, in der Traditionssendung zu sehen.

Sechs Jahre Überzeit und weiterhin Lust auf das Amt. Lukas Kundert steht seit 20 Jahren an der Spitze der Baselstädtischen Kirche und hat viel bewegt. Unser Porträt gibt Einblick in seine Gedankenwelt.

Die Swiss Church in London kämpft mit finanziellen Sorgen. Sie hat sich deshalb um ein Assoziierungsabkommen mit der Evangelisch-reformierten Kirche der Schweiz (EKS) bemüht. Im Gespräch mit ref.ch hat Manuel Zimmermann Grey zudem Einblicke in seine ersten und intensiven Arbeitswochen als neuer Pfarrer der Swiss Church in London gegeben.

Ein GLP-Politiker im Kanton Zürich setzt sich für die Legalisierung einer umstrittenen Beerdigungsmethode ein. Bei der sogenannten «Reerdigung» sollen die Verstorbenen in 40 Tagen zu Humus werden. Noch fehlen jedoch wissenschaftliche Daten dazu.

Der Verein Solidara betreibt unter anderem das Café Yucca im Zürcher Niederdorf, das Arbeitsmigranten, Obdachlose und Menschen in finanzieller Notlage unterstützt. Für seine Arbeit wird es jährlich mit einer halben Million Franken von der Stadtzürcher Kirche unterstützt – das sei zu viel, fand eine Kommission des Zürcher Kirchgemeindeparlaments. Denn der Verein habe sich von seinen christlichen Wurzeln entfernt. Die Empörung war gross. Schliesslich gab es in der Geschichte eine überraschende Wendung.

An der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) stand sie selbst im Fokus. Ein Berechnungsfehler ihrerseits hat dazu geführt, dass mindestens zwei Landeskirchen zu hohe Beiträge bezahlt haben. Das sorgte für Kritik. Gleichzeitig wehrten sich andere Landeskirchen, für den Schaden aufzukommen. Einig waren sich fast alle, dass der Finanzplan der EKS mangelhaft sei.

Vor seinem Amtsantritt als neuer Grossmünsterpfarrer stand bei Christian Walti ein Aufenthalt in den USA auf dem Programm. In seinem Tagebuch auf ref.ch hat er Einblick in die Stimmung der Studentinnen des Union Theological Seminary in New York am Tag der Präsidentschaftswahlen gegeben.

Das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (Heks) muss Federn lassen, nachdem es einen wichtigen staatlichen Auftrag im Asylbereich verloren hat. Recherchen von ref.ch haben gezeigt, wie viele Angestellte von Kündigungen betroffen sind.

Was sich abgezeichnet hat, wurde kürzlich bestätigt: Noch nie haben so viele Menschen die evangelisch-reformierte Kirche verlassen wie im letzten Jahr. Doch es gibt sie, die Ausnahmen. Wir haben Anfang des Jahres mit vier Personen gesprochen, die der reformierten Kirche beigetreten sind.

Fusionen rufen sowohl Hoffnungen als auch Ängste hervor. Das zeigt der Abstimmungskampf um die Fusion der zwölf Berner Kirchgemeinden. Für den Aargauer Pfarrer Lutz Fischer kann es davon hingegen fast nicht genug geben.

Der Fachkräftemangel setzt vielen Kirchgemeinden zu. Die Landeskirchen haben darauf unter anderem mit Programmen für Quereinsteigerinnen an den Universitäten reagiert – und gehen jetzt sogar noch weiter. Sie sind aber nicht die einzigen. Das private und ökumenische Reuss-Institut in Luzern hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zu kirchlichen Berufen zu erleichtern. Sowohl die katholische Kirche als auch der Leiter der Arbeitsstelle A+W – Aus- und Weiterbildung der reformierten Pfarrerinnen und Pfarrer, Thomas Schaufelberger, halten wenig vom Angebot.

Die Theologieprofessorin Magdalene Frettlöh hat eine ganze Generation von Studierenden geprägt, nun geht sie in Pension. Um einen klassischen Ruhestand handelt es sich dabei nicht, wie in unserem Porträt von ihr nachzulesen ist.

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