Konfliktherd Kaukasus

Nothilfe für armenische Vertriebene

Mit 10’000 Franken unterstützt die Thurgauer Landeskirche die Geflüchteten in Armenien. Der Konflikt dürfe nicht vergessen gehen.

Über 100'000 Menschen seien im September aus Berg-Karabach nach Armenien geflüchtet, heisst es in einer Mitteilung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau. Die aserbeidschanische Armee hatte die armenische Bevölkerung gewaltsam aus dem Gebiet vertrieben (ref.ch berichtete).

Armenien sei ein kleines Land mit knapp drei Millionen Einwohnern, das angesichts der grossen Zahl an Geflüchteten auf Unterstützung angewiesen sei, heisst es weiter. Die Thurgauer Landeskirche gibt eine Nothilfe von je 5000 Franken an zwei Hilfswerke und wird auch die Weihnachtskollekte an die Organisation «Little Bridge Schweiz – Nothilfe für Armenien» überweisen.

Die Karabach-Armenier in ihrem schwer zugänglichen Berggebiet galten als eine der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt. Bis zu tausend Jahre alte Klöster und Kirchen stehen noch in Berg-Karabach. Experten sehen diese christlichen Kulturgüter aber in Gefahr, dass sie vom muslimischen Staat Aserbeidschan zerstört werden könnten. (dst)