Europa: Wachsende Sorge in jüdischen Gemeinden
Die Konferenz der Europäischen Rabbiner fordert in einer Mitteilung, dass der deutsche Staat und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten antisemitischen Demonstrationen und Anschlägen mit Null-Toleranz begegnen. Sie müssten die Schutz- und Sicherheitsmassnahmen erhöhen. Es sei erschreckend, wie sehr auch in linken, rechten und intellektuellen Kreisen ein falsches Nahost-Narrativ verfangen habe, das Antisemitismus und Israelhass befeuere, erklärt die Rabbiner-Konferenz.
Übergriffe gegen jüdische Einrichtungen in Europa häufen sich seit dem Angriff der Hamas auf Israel. In Berlin warfen Unbekannte zwei Brandsätze gegen eine Synagoge. Es entstand kein Sachschaden. Auch in der Schweiz sind die jüdischen Gemeinden verunsichert (ref.ch berichtete). Die Städte Bern, Basel und Zürich bewilligen bis auf weiteres keine Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten.
Die Konferenz der Europäischen Rabbiner hat ihren Hauptsitz in München. Präsident der CER ist der in Zürich geborene Pinchas Goldschmidt. (epd/ dst)