Krieg im Nahen Osten

Schweiz: Religionsvertreter beten gemeinsam

Angesichts des Konflikts im Nahen Osten haben in Bern und Basel interreligiöse Anlässe stattgefunden.

Im Basler Rathaus haben sich Vertreter der christlichen, jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften getroffen. Sie versicherten einander den gegenseitigen Respekt im Einstehen für den Frieden, wie Blue News berichtet. Der Basler Regierungspräsident Beat Jans (SP) hielt die Begrüssungsansprache. Auf X, vormals Twitter, schrieb er nach dem Treffen von einem «wunderbar friedlichen Anlass». Er fühle «aus tiefstem Herzen» mit den Betroffenen des Terrors in Israel.

Vertreter der jüdischen Gemeinde, des muslimischen Vereins, der reformierten und der katholischen Landeskirche trafen sich auch im Haus der Religionen in Bern. Imam Ramadan Shabani sang anstelle einer Rede eine Sure aus dem Koran: Die Menschheit sei eine Einheit und Menschen jeden Glaubens sollten zusammenhalten.

Der muslimische Verein Bern hatte direkt nach dem Angriff der Hamas auf Israel schriftlich die Morde verurteilt und erklärt: «Wir stehen mitfühlend an der Seite der israelischen Bürger und unserer jüdischen Mitbürger in der Schweiz.»

Rabbi Jehoshua Ahrens sagte, man müsse dafür sorgen, dass die israelischen Geiseln befreit, die Hamas und weitere Terrororganisationen verboten würden und den Menschen im Gazastreifen eine «echte Perspektive» geboten würde. Gegenüber Radio SRF sprach er ausserdem von der Beklemmung in seiner Gemeinde: Familien hätten Angst, ihre Kinder in die Religionsschule zu schicken und Gemeindemitglieder auf der Strasse Hebräisch zu sprechen. (dst)