«Wir zeigen unsere Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine»
Seit der russischen Invasion in der Ukraine befinden sich Millionen von Menschen auf der Flucht und leiden unter dem Krieg. Deshalb hat die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Luzern zum gemeinsamen Friedensgebet eingeladen.
«In dieser Stunde wollen wir miteinander beten, wollen uns mitnehmen lassen von den Worten aus ganz verschiedenen Religionen und Traditionen», sagte Ulf Becker, Reformierter Pfarrer und Synodalrat, laut Mitteilung vom 13. März. «Wir zeigen unsere Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine – vereint über alle religiösen und konfessionellen Grenzen hinaus.»
Gemeinsames Gebet
Eingeladen zum Gottesdienst waren Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Konfessionen. So haben Hana Mehmedovic (Religionspädagogin Islamische Gemeinde Luzern), Dan Moldovan (Pfarrer Rumänisch-orthodoxe Gemeinschaft Luzern), Adrian Suter (Pfarrer Christkatholische Kirchgemeinde Luzern), Hannah Treier (Pfarrerin Reformierte Kirche Sursee) und Hanspeter Wasmer (Bischofsvikar katholische Bistumsregion St. Viktor im Bistum Basel) gemeinsam für den Frieden gebetet. Weiter haben alle Teilnehmenden zusammen mit Opernsänger Robert Lee Lieder der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé gesungen.
Musikalische Begleitung mit der Bandura
Musikalisch gestaltete die Sopranistin Zoryana Mazko das Friedensgebet mit der Bandura mit. «Es ist eine sehr anstrengende Zeit. Ich bin die ganze Zeit besorgt, nach vier bis fünf Stunden Schlaf wieder hellwach», sagte die gebürtige Ukrainerin, welche seit 2005 in der Schweiz lebt. Sie fühle sich hilflos, weil sie nicht helfen könne. Und trotzdem versuche sie, die Menschen in der Ukraine irgendwie zu unterstützen.
In den letzten zwei Wochen sei ihr klar geworden, dass viele Menschen in der Schweiz es zwar nicht gerne offen zeigen, aber im Herzen und in ihren Taten unglaublich grosszügig seien. «Das hat mich sehr beeindruckt.»
Laut Mitteilung geht die gesammelte Kollekte des Friedensgebets in der Höhe von rund 5’500 Franken an das kirchliche Hilfswerk Heks. Dieses unterstützt Menschen in der Ukraine und auf der Flucht. (bat)