Rat der Religionen verurteilt Hamas-Angriff
Die Attacke der Hamas auf Israel sei menschenverachtend und von einer beispiellosen Brutalität gewesen, schreibt der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) in einer Medienmitteilung. Die Hamas trage die Verantwortung für die Gewaltspirale und den Tod unzähliger ziviler Opfer auf beiden Seiten.
Der SCR fordert die Hamas auf, Geiseln umgehend freizulassen. Zudem appelliert er an die internationale Gemeinschaft, sich für eine friedliche und nachhaltige Lösung des Konflikts einzusetzen. «Wir glauben fest daran, dass der Dialog, die Empathie und die Solidarität der Schlüssel zu einer dauerhaften Versöhnung und Stabilität in der Region sind», steht in der Medienmitteilung.
Der Schweizerische Rat der Religionen setzt sich nach eigenen Angaben für die Vielfalt und das friedliche Zusammenleben der Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Schweiz ein. Zu ihm gehören Vertreter muslimischer, jüdischer und christlicher Gemeinschaften. Die reformierten Kirchen sind durch EKS-Präsidentin Rita Famos vertreten.
Langjährige Blockade mitverantwortlich
Auch andere Organisationen wie das Forum für Menschenrechte in Israel und Palästina kritisieren das von der Hamas verübte Massaker. «Vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung sind Kriegsverbrechen», schreibt sie in einer Medienmitteilung. Das Forum fordert zudem die sofortige und bedingungslose Freilassung der Geiseln.
Gleichzeitig bezeichnet die Organisation die humanitäre Lage in Gaza infolge der langjährige Blockade als katastrophal und perspektivlos. Die Entrechtung der palästinensischen Bevölkerung sei für die andauernde Krise mitverantwortlich.
Zum Forum für Menschenrechte in Israel und Palästina gehören 14 Organisationen aus der Schweiz, darunter das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, die feministische Friedensorganisation oder die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. (pef)