Streitgespräch

«Kirchliche Parolen sind problematisch» – «Die Kirche hat viel zu oft geschwiegen»

Der Abstimmungskampf über die Konzernverantwortungsinitiative hat eine Debatte ausgelöst, ob und in welcher Form sich die Kirchen in die Politik einmischen sollen. Die unterschiedlichen Haltungen in dieser Frage spiegeln sich auch im Streitgespräch mit Theologin Béatrice Acklin Zimmermann und Pfarrer Res Peter.

Béatrice Acklin, katholische Theologin, und Res Peter, reformierter Pfarrer, über die KVI, Flugabgaben und Politik von der Kanzel. (Illustrationen: Mauro Mazzara)

Wegen ihres Engagements für die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) sind die Kirchen stark in die Kritik geraten. Haben sie den Bogen überspannt, Frau Acklin?
Béatrice Acklin: Ich begrüsse die Diskussion, die die Kirchen zusammen mit anderen Akteuren der Zivilgesellschaft in Gang gesetzt haben. Weniger gut fand ich, dass sich einzelne Kirchenvertreter und Kirchgemeinden auf eine Seite geschlagen und Parolen herausgegeben haben. Das erachte ich als problematisch. Auch die Bundeskanzlei hat diese einseitige Kampagne zugunsten der KVI als «zumindest grenzwertig» gerügt.

Was finden Sie daran problematisch?
Béatrice Acklin: Kirchen sind keine Interessensverbände und keine Parteien. In ihnen sind Menschen aller politischer Couleur vertreten, die durch das Band des Glaubens miteinander verbunden sind. Wenn sich die Kirchen in die Tagespolitik einmischen, dann sollten sie Pro- und Contra-Argumente abbilden und die Menschen zum Selber-Denken und zur Entscheidungsfindung anregen. Von Beeinflussung sollten sie aber Abstand nehmen. Ich bin da ganz beim Kirchenratspräsidenten der reformierten Landeskirche Zürich, der genau das in Erinnerung gerufen hat. Die entscheidende Frage ist also nicht, ob sich die Kirchen in die öffentliche Debatte einbringen, sondern wie sie dies tun.

Herr Peter, sind die Kirchen mit ihrem Engagement für die KVI zu weit gegangen?
Res Peter: Aus meiner Sicht wurde kein einziger Bogen überspannt. Erstens ging es um unser eigenes Anliegen: Es sind unsere Hilfswerke, die sehen, was Menschenrechtsverletzungen in der Welt anrichten, und es sind unsere Hilfswerke, die sich entschlossen haben, etwas dagegen zu unternehmen. Zweitens verlief das Engagement in demokratischen Strukturen. Es liegt in der Autonomie der Kirchgemeinden, in welcher Form sie sich zu politischen Vorlagen äussern wollen, und in diesem Fall haben sich viele von ihnen entschieden, eine Fahne aufzuhängen. In den Kirchenpflegen sitzen unterschiedliche Parteivertreter, die von der Basis gewählt wurden. Sie sind demokratisch legitimiert, eine solche Entscheidung zu treffen.

Béatrice Acklin: Es dürfte auch Ihnen nicht entgangen sein, dass sich viele Kirchenmit­glieder durch die Kirchen übergangen oder bevormundet fühlten. Dass die Meinungen zu dieser Abstimmungsvorlage in den Kirchen ganz und gar geteilt waren, zeigt sich auch an der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) und der Schweizerischen Bischofskonferenz, deren Mitglieder sich keineswegs so einig waren, wie dies von gewissen Medien dargestellt worden ist.

Herr Peter, hätten die Kirchgemeinden in dieser Frage die Basis besser einbeziehen müssen? Etwa mit Kirchgemeindeversammlungen?
Res Peter: Ich kann nur für die reformierte Kirche sprechen. Bei uns gibt es gewählte Behörden und gewählte Pfarrer. Wer nicht zufrieden ist mit deren Arbeit, kann das erstens sagen und zweitens die entsprechende Person abwählen. Das ist Demokratie – so funktionieren wir. Aber Kirchenbehörden und Pfarrer haben eben auch das Recht, gewisse Entscheide zu treffen und sich zu einer Sache zu äussern. Die Kirchen und ihre Hilfswerke sind seit 50 Jahren mit den Themen der KVI unterwegs. Wenn wir uns prononciert für die Menschenrechte und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen, dann ist das nicht einfach eine Parole. Sondern es ist ein Einstehen für das, woran sich die Kirche orientiert – nämlich das Evangelium. 

Béatrice Acklin: Wir haben bei der KVI nicht über die Menschenrechte als solche abgestimmt. Sie wollen ja nicht behaupten, dass 50 Prozent des Stimmvolkes gegen die Menschenrechte waren. Wir haben über rechtliche Instrumente abgestimmt, wie das Ziel – die Einhaltung der Menschenrechte und des Umweltschutzes – am besten zu erreichen sei. Deshalb konnte man guten Gewissens für oder gegen die Initiative, für oder gegen den Gegenvorschlag sein.

«Wer sich wie ich mit kleinteiliger Tagespolitik auseinandersetzt, macht die Erfahrung, dass moralische Eindeutigkeit in der Politik selten zu haben ist. Mir scheint, dass Kirchenvertreter das allzu oft vergessen.»
Béatrice Acklin

Frau Acklin, Menschenrechte und die Bewahrung der Schöpfung sind zentrale Themen für die Kirchen. Warum sollten sie sich nicht zu einer entsprechenden Vorlage äussern – auch mit einer Abstimmungsempfehlung?
Béatrice Acklin: Die Bewahrung der Schöpfung ist ein gutes Beispiel. Da werden ja hoffentlich alle dafür sein. Aber in der Frage, welche politischen Massnahmen dazu ergriffen werden sollen, gehen die Meinungen auseinander. Das zeigen etwa die Diskussionen um eine Flugabgabe …

… die das Fliegen teurer machen und dazu führen würde, dass allgemein weniger geflogen würde.
Béatrice Acklin: Genau. Allerdings hätte eine nicht nur symbolische, sondern einschneidende Flugabgabe eine Zweiklassengesellschaft zur Folge, denn das Fliegen wäre nur noch den Gutverdienenden vorbehalten. Und da stellt sich die Frage: Wie gerecht und sozialverträglich ist das? Ein Verweis auf die Bewahrung der Schöpfung ist da wenig hilfreich. Politische Entscheide bedeuten immer ein Abwägen. Die Aufgabe der Politik ist es, Kompromisse zu finden und an Lösungen zu arbeiten, die der ganzen Bevölkerung gerecht werden. Ausserdem muss sie die Konsequenzen eines Entscheids mitbedenken. Es bleibt eine Herausforderung, wie christliche Gesinnung und die Anforderungen politischer Realitäten zusammengebracht werden können. Wer sich wie ich mit kleinteiliger Tagespolitik auseinandersetzt, macht die Erfahrung, dass moralische Eindeutigkeit in der Politik selten zu haben ist. Mir scheint, dass Kirchenvertreter das allzu oft vergessen.

Macht es einen Unterschied, ob sich eine Pfarrerin politisch äussert, oder ob dies eine Behörde wie etwa eine Kirchenpflege tut?
Res Peter: Für mich zuerst einmal nicht. Wenn es eine Behörde tut, eine Synode oder Landeskirche, hat es einfach noch mehr Gewicht. Als Pfarrer bin ich legitimiert mitzureden, weil ich mir zusammen mit anderen viel Zeit nehme, um zu versuchen, die Welt durch Gottes Augen anzuschauen. Was dabei herauskommt, trage ich in den politischen Diskurs. Ich äussere mich als mündiger Kirchenmann, als Christ, und entweder habe ich recht oder eben nicht. Entweder mein Argument überzeugt oder eben nicht. Aber ich beziehe Position, und das ist mir wichtig. Natürlich soll man diskutieren, aber wenn man dann zu einer Meinung gekommen ist, dann darf man die Diskussion auch abschliessen und diese Meinung öffentlich äussern. Fröhlich und mutig. Auch konzertiert, wie bei der KVI, und ebenso verbunden mit einer Abstimmungsempfehlung.

Res Peter ist reformierter Pfarrer sowie Mitglied in der Kirchenpflege der Kirchgemeinde Zürich (Ressort Finanzen und Informatik). Während zweier Jahre hat er ausserdem als Sprecher des «Wort zum Sonntag» auf SRF 1 das Weltgeschehen aus theologischer Perspektive kommentiert.

Darf sich ein Pfarrer während des Gottesdienstes politisch äussern?
Res Peter: Ja, das darf er. Ich bin der Überzeugung, dass jede Aussage und jede Handlung politisch ist. Wenn ich im Gebet die Flüchtlinge in Bosnien einschliesse, dann ist das politisch. Wenn eine Person im Rollstuhl das Abendmahl austeilt, ist es das ebenso, weil die Kirche dadurch ein Zeichen für Inklusion setzt. Und wenn ich in einer Predigt ein Thema wie die KVI aufnehme, dann ist das in Ordnung. Und im Übrigen: Auch Schweigen ist ein politisches Statement.

Béatrice Acklin: Wenn mit Politik die Einmischung in die Tagespolitik gemeint ist, dann muss ich dezidiert dagegenhalten. Die Sonntagspredigt ist nicht nur eine höchst verantwortungsvolle Sache, sondern in der Regel auch eine monologische Kommunikationsform. Gerade bei kontroversen tagespolitischen Themen sind aber Plattformen nötig, auf denen auch andere Meinungen ausgedrückt werden können.

Res Peter: Da haben wir offensichtlich ein anderes Verständnis von Kommunikation. Kommunikation funktioniert immer in zwei Richtungen, auch bei einem vermeintlichen Monolog. Wenn ein Gemeindemitglied anderer Meinung ist, dann darf er oder sie mir nachher die Kappe waschen. Das passiert ständig.

Béatrice Acklin: Ich bin der Meinung, dass die Zeiten, als der Pfarrer seinen Schäfchen von oben herab sagte, was sie abzustimmen haben, endgültig vorbei sind. Das hat etwas sehr Paternalistisches und Bevormundendes. Abgesehen davon verbinde ich – wie Sie wohl auch – mit der Predigt einen hohen theologischen Anspruch. Dieser kann sich doch nicht darin erschöpfen, dass die Leute am Schluss einer Predigt wissen, wie sie abstimmen sollen.

Res Peter: Moment mal, von einem «von oben herab» kann keine Rede sein! Die Kanzel wurde ursprünglich gebaut, damit man von der Gemeinde besser gesehen und gehört wird, aber das bedeutet doch nicht, dass die Pfarrerin von dort auf ihre Gemeinde hinunterschaut und sich in irgendeiner Weise besserwisserisch oder bevormundend äussert. Ich muss mich wirklich gegen dieses Bild wehren.

Dann werden wir doch konkret: Wie verarbeiten Sie politische Inhalte in Ihren Predigten, Herr Peter?
Res Peter: Für mich ist eine Predigt eine Anregung zum Weiterdenken. Ich mache mir Gedanken über ein Thema und sage, aus diesen Gründen komme ich zum Schluss, dass das gut ist, und dann zähle ich auf, wer ebenfalls so denkt.

Können Sie ein Beispiel geben?
Res Peter: Nehmen wir doch gleich die KVI. Dort würde ich sagen, dass die Mehrheit des Pfarrkapitels der Stadt Zürich das Anliegen unterstützte, dass andere Kapitel das nicht taten. Ich würde erwähnen, dass sich 18 Landeskirchen, katholische und reformierte, positiv zur Initiative positionierten. Und ich würde darauf hinweisen, dass es alles gab: Synoden, die eine Stellungnahme ablehnten, und solche, die sich dafür einsetzten. Die bunte, gut schweizerische Vielfalt halt! Ich sehe mich hier in der Tradition von Hermann Kutter, der Ende des 19. Jahrhunderts auf der Kanzel des Zürcher Neumünsters gesagt hat: «Die Christen müssen sich einmischen.» Es gibt also ein «Müssen» von der Kanzel. Und wie oft hat die Kirche geschwiegen, wo sie besser den Mund aufgemacht hätte?!

Béatrice Acklin: Sie sprechen vom Schweigen der Kirchen in totalitären Staaten. Aber wir leben hier und heute in der Schweiz in einer liberalen Demokratie. Ich warte nur darauf, dass Sie noch mit dem Wächteramt kommen.

Béatrice Acklin Zimmermann ist habilitierte katholische Theologin und FDP-Politikerin. Seit 2012 sass sie im Freiburger Stadtparlament, bei der Wahl vom 7. März 2021 verpasste sie die Wiederwahl jedoch. Sie hat ausserdem zahlreiche Publikationen zu den Wechselbeziehungen von Politik und Religion verfasst.

Finden Sie den Begriff denn überholt?
Béatrice Acklin: Das prophetische Wächteramt hatte im 16. Jahrhundert, als es entstand, eine wichtige kritische Funktion gegenüber der Amtsführung des Rates. Unsere Regierung jedoch kann jederzeit abgewählt werden. Kritik an der Regierungsarbeit erfolgt innerhalb des politischen Systems, also von oppositionellen Parteien und auch von den Medien. Eine Kirche als «Wächterin» braucht es darum nicht mehr, da das Wächteramt bereits ins System eingebaut ist. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass die Kirche heute nur noch eine Stimme unter vielen ist und in der politischen Debatte keine besondere Autorität beanspruchen kann. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, was wohl passieren würde, wenn ich bei meiner politischen Arbeit im Freiburger Parlament mit dem «Prophetischen Wächteramt» argumentieren würde...

Herr Peter, ist das Wächteramt noch zeitgemäss?
Res Peter: Ja, aber man muss es übersetzen. Nehmen wir das Bild des St. Peter-Turms in Zürich. Von dort hat man früher hinausgeschaut und gesehen, wenn irgendwo ein Feuer ausgebrochen ist. Man konnte die Glocken läuten lassen und Alarm schlagen – zum Wohl der ganzen Stadt. Das Wächteramt macht etwas Vergleichbares. Es sagt: Achtung, da kommt etwas. Ich gebe Frau Acklin recht, dass wir in einer pluralistischen Gesellschaft leben und daher nicht mehr die einzigen Wächter sein können. Dennoch können wir als Kirche aus unserer Überzeugung, aus unseren Gebeten, aus unserer Vergangenheit und Zukunftsvision heraus nach vorne schauen und sagen, was wir dort sehen.

Béatrice Acklin: Da möchte ich einhaken: Christinnen und Christen können aus ihren Gebeten heraus eben zu ganz unterschiedlichen politischen Meinungen und Entscheidungen gelangen. Deshalb geht es nicht an, dass die Kirchen sich auf eine Seite schlagen und so tun, als wäre nur diese eine Position christlich verantwortbar. Genau das hat mich auch bei der Diskussion um die KVI gestört.

Res Peter: Ich würde hier differenzieren. Meiner Meinung nach konnte man durchaus für die KVI sein mit der Begründung, dass sie zu mehr Gerechtigkeit führt, und das als christliche Position bezeichnen. Gleichzeitig darf man natürlich Menschen, die anderer Meinung sind, nicht das Christstein absprechen. Ich kenne allerdings niemanden, der das gemacht hat. Wenn das geschehen ist, dann vermutlich in der Hitze des Gefechts irgendwo in den Sozialen Medien.

Frau Acklin, gab es in der jüngeren Vergangenheit Vorlagen, bei der für Sie völlig klar war: Aus christlicher Sicht gibt es hier nur eine mögliche Position?
Béatrice Acklin: Ich wüsste keine einzige, wo man in Treu und Glauben nicht dafür oder dagegen hätte stimmen können. Das ist wahrscheinlich in 98% der Abstimmungen der Fall. Eine rote Linie würde dann überschritten, wenn Vorlagen mit menschenverachtender Komponente zur Abstimmung kämen. Vor ein paar Jahren diskutierte man in Deutschland darüber, ob die Folter oder deren Androhung im Kampf gegen den Terrorismus ein legitimes Mittel sein könnte. So etwas verlangte aus christlicher Perspektive ein eindeutiges Nein.

Res Peter: Ich bin überrascht – ich könnte mir ganz viele Themen vorstellen, bei denen die Kirchen Position beziehen könnten. Ich wünschte mir eine Fahne «Stopp dem Frauenhandel» an den Kirchtürmen. Warum haben wir so etwas nicht? Oder die Klimadebatte – warum montieren wir keine Fahnen, auf denen steht «Achtung Klimawandel»? Das bedeutet das Wächteramt für mich: Alltagspolitik visionär nach vorne gedacht.

Béatrice Acklin: Warum gehen Sie nicht einfach in die Politik und engagieren sich direkt für diese Anliegen? Je mehr unterschiedliche Menschen sich auf dieser Ebene einbringen, desto besser! Aber es kann doch nicht sein, dass die Kirchen nur herumposaunen, was sie für richtig und falsch halten, und es bei Parolen, Meinungsäusserungen und einem blossen Schlagabtausch bleibt.

«Ich sehe nicht ein, warum sich die Kirchen in Fragen, die das Zusammenleben betreffen, zwar eine Meinung bilden, diese dann aber im öffentlichen Diskurs nicht profiliert vertreten sollen.»
Res Peter

Worauf sollten sich die Kirchen stattdessen konzentrieren?
Béatrice Acklin: Zum einen würde ich mir wünschen, dass die Kirchen sich mit ihrer jahrhundertealten, ethischen Kompetenz in die öffentliche Debatte einbringen und zur eigenen Meinungsbildung anregen. Dadurch würden die Kirchen etwas leisten, was die interessengesteuerte Politik nicht zu leisten vermag. Zum anderen würde ich mir aber auch wünschen, dass die Kirchen, die selber erfahren haben, dass es ohne konstruktiven Streit keinen Zusammenhalt gibt, einen Beitrag leisten zu einer vitalen Streitkultur. So könnten sie der zunehmenden Polarisierung in Politik und Gesellschaft entgegenwirken, anstatt diese selber noch anzuheizen.

Herr Peter, letzte Frage an Sie: Sollten die Kirchen weniger Politik machen und sich mehr auf ihr Alltagsgeschäft fokussieren?
Res Peter: Die Diskussionen darüber, wie wir zusammenleben sollen und das Einstehen für eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft gehören zum Tagesgeschäft der Kirchen. Tag für Tag sind wir für die Menschen da, hören zu, begleiten und beten. Mitten in der Fragilität des Lebens halten wir an den Zusagen des Evangeliums fest. Wir erzählen die Geschichten von Hoffnung und Solidarität, vom Ringen mit Gott und von seinem Reich. Deshalb sind unsere Beiträge nicht beliebig. Wir stellen uns auf die Seite der Verletzlichen. Ich sehe nicht ein, warum sich die Kirchen – nach gründlichen Überlegungen und internen demokratischen Diskussionen – in Fragen, die das Zusammenleben betreffen, zwar eine Meinung bilden, diese dann aber im öffentlichen Diskurs nicht profiliert vertreten sollen. Das wäre doch einfach nur feige.

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