Krieg im Nahen Osten

Kirchen rufen zum Gewaltverzicht auf

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn verurteilen Gewalt, Krieg und Anfeindungen gegen Jüdinnen und Juden.

Einen Monat nach dem Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten zeigen sich die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn betroffen: Jüdinnen und Juden würden sich auch in der Schweiz zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Beschimpfungen, Drohungen und Angriffe auf Personen und jüdische Einrichtungen hätten dazu geführt, schreiben die Kirchen in einer Mitteilung.

«Antisemitismus ist unter keinen Umständen akzeptabel oder entschuldbar», heisst es dort. Die christliche Kirche sei historisch mit dem Judentum verbunden. Man teile «wesentliche gemeinsame Wurzeln».

Die drei Kirchen verurteilen die Taten der Hamas «aufs Schärfste». Sie halten aber auch fest: «Von pauschalen Verurteilungen religiöser oder ethnischer Gemeinschaften ist abzusehen.» Schliesslich rufen sie zum Verzicht auf Gewalt auf und zum Dialog zwischen den Kriegsparteien. Jüdische, christliche und muslimische Menschen seien vereint im Glauben an den einen Gott. (dst)