WHO: Angriffe auf Spitäler stoppen
Die Lage im grössten Krankenhaus im palästinensischen Gaza-Streifen, dem Schifa-Hospital, sei entsetzlich, erklärte eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Jeder Mensch in dem Krankenhaus sei in einer schwierigen Situation. Einerseits drohten neue Angriffe, andererseits könnten die Patienten kaum noch versorgt werden.
Die Kriegsparteien hätten anscheinend vergessen, dass Krankenhäuser ein sicherer Ort sein müssten, kritisierte die WHO. Die Klinik war in die Kämpfe zwischen Hamas und der israelischen Armee geraten.
Seit Beginn des Kriegs habe die WHO 137 Attacken auf Krankenhäuser, Kliniken, Ambulanzen und andere Einrichtungen im Gaza-Streifen gezählt. Dabei seien 521 Menschen gestorben und 686 hätten Verletzungen erlitten. Israel wirft der Hamas vor, Krankenhäuser als Kommandozentralen und Waffenlager zu nutzen.
Die Hamas, die den Gaza-Streifen beherrscht, hatte mit Terrorkommandos und Raketen Israel überfallen, Menschen getötet und Geiseln genommen. Israel reagierte mit massivem Beschuss und Bodentruppen. Dabei starben mehrere Tausend Bewohner des Gaza-Streifens. Dort harren 2,3 Millionen Menschen aus. Die UN bezeichnen die humanitäre Lage in dem Gebiet als katastrophal. (epd/ dst)