Synode

Aargauer verkaufen Tagungshaus

Die Reformierte Landeskirche Aargau braucht ein veraltetes Hotel nicht mehr. Sie wird es verkaufen, aber nicht an den Meistbietenden. Aus gutem Grund.

Siebzig Jahre alt ist das Tagungshaus und Hotel «Rügel» mit Blick auf den Hallwilersee. Es gehört der Reformierten Landeskirche Aargau – noch. Doch die Herbstsynode hat nun mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen, die Immobilie für rund 4 Millionen Franken an ein Unternehmen zu verkaufen, welches das Hotel weiterbetreiben wird. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor.

Das Zentrum am Hallwilersee muss für viel Geld renoviert werden und gleichzeitig wird es immer seltener für kirchliche Angebote genutzt. Laut Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg lohnt sich die Sanierung der Immobilie für die Landeskirche nicht. Drei Käufer interessierten sich für die Immobilie.

Die Synode schloss den einen aus, weil sein Angebot zu tief war. Den anderen lehnte sie ab, weil er gleichzeitig Honorarkonsul für Belarus ist. Mit den Werten des weissrussischen Staates sieht die Aargauer Landeskirche keine Übereinstimmung. Den Zuschlag erhielt die Firma Q11 aus dem Kanton Zug, die den «Rügel» als Tagungshotel und Ort der Begegnung weiterführen will.

Ferner wurde an der Herbstsynode das Budget für 2024 bewilligt. Es sah bei Ausgaben von rund 11 Millionen Franken ein Minus von 56'000 Franken vor, davon rund 50'000 Franken für Rückstellungen im Personalbereich. Die Synode nahm einen Antrag an, diesen Posten zu streichen. Somit beträgt der budgetierte Verlust noch 6000 Franken.

Ohne Diskussion wurde Céline Rickenbacher als Vertreterin in die Synode der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz (EKS) gewählt. (dst)