Krieg im Nahen Osten

Waldenser fordern Anerkennung des Staates Palästina

In einer Stellungnahme verurteilen die italienischen Waldenser und Methodisten die Gewalt der Hamas und das Leid, das Israel im Gazastreifen angerichtet hat. Biblische Texte dürften nicht zur Rechtfertigung von Gewalt und Besatzung verwendet werden.

An ihrer Versammlung in Torre Pellice im Piemont haben die Synodalen der Waldenserkirchen und der methodistischen Kirchen einen Appell an die italienische Regierung gerichtet. Darin fordern sie unter anderem die Anerkennung des Staates Palästina und ein Ende der Waffenlieferungen an Israel, wie die Vocevangelica berichtet.

Der israelischen Regierung werfen die Waldenser und Methodisten Genozid und Apartheid vor. Damit zeigen sie sich mit der Position des Weltkirchenrats (ÖRK) einverstanden. In der Schweiz und in Deutschland hatte die Verwendung des Wortes Apartheid für Kritik gesorgt (ref.ch berichtete).

Die italienischen Protestanten verurteilen zudem die Verwendung biblischer Texte zur Rechtfertigung von Gewalt und Besatzung. Zu den weiteren Forderungen gehören unter anderem ein sofortiger Waffenstillstand, die Einrichtung humanitärer Korridore im Gazastreifen und die Freilassung der israelischen Geiseln sowie der ohne Verfahren inhaftierten Palästinenser in Israel. (pef)

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