Zürich

Spitalkirche Limmattal feierlich eingeweiht

Die ökumenische Kapelle beim Spital Limmattal ist neu aufgebaut und eröffnet worden. Nun kann in ihr wieder Ruhe gesucht werden.

Die ökumenische Kapelle des Spitals Limmattal in Schlieren ist seit dem Wochenende wieder zugänglich. Am Samstag wurde die originalgetreu nachgebaute Spitalkirche im Beisein des Churer Bischofs Joseph Maria Bonnemain, des reformierten Kirchenratspräsidenten Michel Müller und der katholischen Synodalrätin Vera Newec feierlich eingeweiht, wie es in einer Medienmitteilung vom 13. November heisst.

Zwar möge die Kapelle für den medizinischen Betrieb überflüssig sein, sagte Michel Müller laut Mitteilung in seinem Grusswort. Aber die Kapelle stehe dafür, dass manche Menschen hier Kraft und Trost fänden. «Denn wir arbeiten zusammen, alle miteinander, Ärztinnen und Pflegepersonal, Seelsorge und Hausdienste, Spitalverwaltung und Gastronomie, zum Wohl der Menschen hier im Limmattal», so Müller. Dass es Platz habe für diese Kapelle, dafür sei er gegenüber Stadt und Spitalleitung dankbar. «Für das Wunder dieser Kapelle danke ich im Namen der Zürcher Landeskirche.»

Die im Jahr 1970 erstellte Kapelle stand auf der Kippe, als das Spital seinen Neubau plante. Nach zähen Verhandlungen zwischen Stadtrat und Spitalleitung wurde schliesslich statt eines Erhalts ein Abbruch und ein Wiederaufbau einer detailgetreuen Rekonstruktion unter Wiederverwendung vorgeschriebener Originalteile vereinbart.

Die Einweihung der zurückerhaltenen Kapelle als Ort der Stille und Einkehr werde nun dankbar gefeiert, hielten die Kirchenvertreter fest. So bekräftigte die katholische Synodalrätin Vera Newec, einst Assistenzärztin im Spital Limmattal, ihre Dankbarkeit für die Spitalkirche und deren besondere Geschichte sowie für das Engagement der Spitalseelsorgenden.

Für den Erhalt der Kapelle hatte sich besonders während der Entscheidungsphase das Seelsorgeteam des Spitals, die damaligen Spitalpfarrer Joseph Maria Bonnemain und Pfarrer Matthias Lüdi, eingesetzt. An der Einweihung betonte der heutige Churer Bischof Bonnemain seine Verbundenheit mit der Kapelle, in der er viele Messen und ökumenische Gottesdienste gefeiert habe, und ebenso mit dem Spital, das für ihn eine Lebensschule gewesen sei. (bat)