Kirchen machen sich für Konzern-Initiative stark

Die Schweizer Kirchen wollen sich aktiv für ein Ja bei der Konzernverantwortungsinitiative einsetzen. Dafür haben sie sich zu einer breiten Front zusammengeschlossen.


Der Verband Freikirchen Schweiz (VFG), die Schweizer Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS), die Schweizerische Evangelische Allianz sowie dutzende christliche Organisationen wollen sich gemeinsam aktiv für die Annahme der Konzernverantwortungsinitiative einsetzen. «Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen. Deshalb wird die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz immer ihre Stimme erheben, um die Schweiz an ihre Verantwortung für die Menschen im globalen Süden zu erinnern», sagt EKS-Präsident Gottfried Locher in einer Mitteilung vom 23. Januar.

Gemeinsame Plattform

Bischof Markus Büchel macht laut dem Schreiben deutlich, dass es die Konzernverantwortungsinitiative braucht, denn «der Schutz der Menschenrechte und der Schöpfung muss weltweit gelten». Für Claudia Haslebacher, Vize-Präsidentin des VFG, sei der Entscheid zur Unterstützung nicht überraschend gekommen: «Die Unterstützung der Initiative ist für uns als Freikirchen Schweiz eine solche Selbstverständlichkeit, dass die Leiterkonferenz diese einstimmig beschlossen hat.»

Im Abstimmungsjahr wollen die Kirchen ihr Engagement auf der Website «Kirche für Konzernverantwortung» sichtbar machen. Mit eigenen Plakaten und Materialien sowie an Veranstaltungen der verschiedenen Kirchen sollen möglichst viele Menschen für das Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative sensibilisiert werden, heisst es weiter. (bat)