EKS-Sommersynode

Präsidentin glanzvoll wiedergewählt

An der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) ist der EKS-Rat in globo für eine weitere Legislatur bestätigt worden. Spannung verspricht die Fortsetzung der Synode am Montag.
Einstimmigkeit an der Sommersynode: Sowohl die Präsidentin als auch die übrigen Mitglieder des Rates der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) sind wiedergewählt worden. (Bild: gab)

Die Delegierten der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) haben im freiburgischen Bulle die EKS-Präsidentin Rita Famos mit einem Glanzresultat wiedergewählt. Famos erhielt 61 von 63 Stimmen (zwei Enthaltungen).

Somit ist Famos für weitere vier Jahre, von 2027 bis 2030, Präsidentin des EKS-Rats. Im Anschluss an die Wahl brandete Applaus auf. Famos zeigte sich überwältigt und bedankte sich für das grosse Vertrauen: «Mit Freude und Enthusiasmus werde ich auch die letzte berufliche Etappe in den Dienst meiner Kirche stellen.» Sie werde sich für eine verlässliche Kirche einsetzen. «Gegen innen geeint und gegen aussen sichtbar.»

Keine Gegenkandidaturen

Zuvor hatten Judith Pörksen-Roder für die Nominationskommission, die Zürcher Kirchenratspräsidentin Esther Straub sowie ihre Thurgauer Kollegin Christina Aus der Au für eine Wiederwahl Famos' geworben.

EKS-Präsidentin Rita Famos hängt eine letzte Amtszeit an. (Bild: Christoph Knoch)

Auch die anderen Mitglieder des EKS-Rats führen ihre Arbeit fort. Die Synode in Bulle bestätigte sämtliche Bisherigen nahe an der Einstimmigkeit. Neue Kandidaturen für Rat oder Präsidium hatte es im Vorfeld keine gegeben.

Debatte um Solidarität

Spannung verspricht vor allem die Fortführung der Synode am Montag, dem 15. Juni. Zunächst debattieren die Delegierten über die Frage, wie politisch die EKS sein soll. Eine Interpellation der Zürcher Kirchenratspräsidentin Esther Straub, die von elf weiteren Synodalen unterzeichnet wurde, fordert Klarheit, wann sich die EKS zu politischen Fragen äussert und wann nicht. 

Zeigen wird sich auch, ob die Beiträge der Mitgliedskirchen künftig anders berechnet werden. Es könnte einen neuen Schlüssel geben, der reichere Kirchen stärker in die Pflicht nehmen und ärmere Kirchen entlasten würde. Davon würden vor allem die lateinischsprachigen Kantone profitieren, wären die Innerschweizer tiefer in die Tasche greifen müssten. Dagegen regt sich Widerstand.

Im Grundsatz kreisen die Fragen um ein und dasselbe Thema, nämlich die Frage: Welche Rolle soll die EKS innerhalb der reformierten Kirchenlandschaft der Schweiz spielen? Die Synode von Bulle wird darauf keine abschliessenden Antworten geben. Doch die Entscheide dürften zeigen, in welche Richtung sich die EKS bewegen könnte.

Redaktioneller Hinweis: Die Berichterstattung zur EKS-Synode wird am Montag, 15. Juni, fortgesetzt. Neuste Entwicklungen finden Sie auf ref.ch

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