Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz

Waadt fordert mehr Transparenz bei EKS-Kompetenzen

Die Waadtländer Reformierten wollen wissen, wie der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz seine Kompetenzen gegenüber den Mitgliedkirchen auslegt und begründet.

Der Synodalrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Waadt (EERV) möchte vom Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) wissen, wie er seine Kompetenzen gegenüber den Mitgliedkirchen auslegt. Die Frage wird an der kommenden Synode vom 14. bis 16. Juni in Bulle behandelt und ist kürzlich nachgereicht worden.

Konkret geht es der EERV um das in der EKS-Verfassung verankerte Subsidiaritätsprinzip. Dieses besagt, dass Aufgaben nur dann von der EKS übernommen werden sollen, wenn die Mitgliedkirchen oder ihre Verbände das nicht selbst können.

Auslöser sind laut dem Waadtländer Synodalrat unter anderem Projekte im Bereich der Aufarbeitung von Verletzungen der persönlichen Integrität. So ging im Winter ein Schreiben zu Anerkennungsleistungen in Konsultation bei den Mitgliedkirchen ein.

Die EERV stellt dabei nicht die Bedeutung dieser Aufgaben infrage. Sie fordert aber mehr Transparenz darüber, auf welcher rechtlichen Grundlage die EKS tätig wird und nach welchen Kriterien sie entscheidet, wann ein Engagement auf nationaler Ebene notwendig ist. «Vor allem, wenn es um Bereiche geht, in denen die Mitgliedkirchen bereits über eigene Verfahren, Strukturen oder Verpflichtungen verfügen», heisst es im Schreiben. (gab)

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