In Chur wurde disputiert
Im Churer Grossratssaal haben sich am vergangenen Wochenende Historikerinnen, Politiker und Theologinnen an mehreren Podien Gedanken zur Vergangenheit und Zukunft der Reformation gemacht, wie die Reformierte Kirche Chur in einer Medienmitteilung schreibt.
Vor 500 Jahren setzte sich die Reformation in der Hauptstadt des Kantons Graubünden langsam durch. Beträchtlichen Anteil daran hatte der Reformator Johannes Comander. Ihm sind die Feierlichkeiten zum Jubiläum gewidmet.
Laut mehreren Teilnehmern der Disputation ist die Reformation nach wie vor aktuell. Gerade die globalen Krisen erforderten Menschlichkeit und Aufklärung, argumentierte der Stadtpräsident von Chur, Urs Marti (FDP).
Rita Famos, die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, sagte, dass der Staat von der Kirche profitiere. Diese vermittle Werte, betreibe Seelsorge und stärke damit die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung. Sie warnte die Politik jedoch davor, die Religion durch sich selbst ersetzen zu wollen. (pef)