Beobachten, ansprechen und intervenieren
An einer Schulung in Chur haben sich Pfarrpersonen mit konkreten Fallbeispielen von Mobbing und sexueller Belästigung auseinandergesetzt. Das soll ihnen beim Umgang mit solchen Situationen weiterhelfen, schreibt die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden in einer Medienmitteilung. Zudem wurden die Pfarrpersonen auf Angebote wie die 24h-Onlineberatung aufmerksam gemacht.
Die Schulung geht auf ein neues Schutzkonzept zurück, das der Kirchenrat im letzten Sommer verabschiedet hat (ref.ch berichtete). «Die Rückmeldungen zur Schulung waren positiv», sagt Stefan Hügli, Medienverantwortlicher der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden, auf Anfrage von ref.ch. Besonders der Austausch unter Kolleginnen sei für die Pfarrpersonen wertvoll, da sie im Alltag häufig alleine mit solchen Situationen konfrontiert seien.
Das Raster, mit dem an der Schulung gearbeitet wurde, sei teilweise kritisiert worden. Dieses dient dazu, Grenzüberschreitungen nach ihrer Art und Schwere einzuteilen und richtig darauf zu reagieren. Bei der Kritik ging es um den konkreten Nutzen des Rasters für die Arbeit in den Kirchgemeinden.
Für die Angestellten der Landeskirche ist die Schulung im ersten Dienstjahr obligatorisch, erklärt Hügli. Sie steht aber allen offen, einschliesslich ehrenamtlich engagierten Personen. Die Schulung findet zweimal jährlich statt. (pef)