Schweiz gab 2018 drei Milliarden Franken für Entwicklungshilfe aus

Die Schweiz hat letztes Jahr 0,44 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens in die öffentliche Entwicklungshilfe fliessen lassen. Das ist etwas weniger als 2017. Der Rückgang ist unter anderem auf sinkende Asylkosten und parlamentarische Spassmassnahmen zurückzuführen.


Insgesamt 3,022 Milliarden Franken wendete die Schweiz im vergangenen Jahr für Entwicklungshilfe auf. Das ist 0,44 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten mitteilte. Im letzten Jahr hat die Schweiz 68 Millionen weniger ausgegeben als noch 2017. Gründe sind sinkende Asylkosten, parlamentarische Spassmassnahmen sowie ein gestiegenes Nationaleinkommen, das den prozentualen Anteil sinken liess.

2016 und 2017 war das vom Parlament gesetzte Ziel von 0,5 Prozent noch erreicht worden. 2018 war das zweite Jahr in Folge mit verfehltem Ziel. Mit 0,44 Prozent liegt die Schweiz 2018 auch unter dem Durchschnitt der EU-Länder von 0,47 Prozent.

An die öffentliche Entwicklungshilfe angerechnet werden kann auch der Anteil der Asylkosten. Dieser betrug elf Prozent gegenüber neun im Vorjahr. Unter Ausschluss der Asylkosten sinkt der Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen auf 0,4 Prozent nach 0,41 Prozent 2017. Die Kosten für Flüchtlinge, Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene beliefen sich auf 279 Millionen Franken, ein Rückgang von 48 Millionen gegenüber dem Vorjahr.

Geld für Friedensförderung

Die Gelder des Bundes fliessen in die Verringerung der Armut und der internationalen Risiken, der Friedensförderung, der Stärkung der Menschenrechte und in die Beseitigung der Ursachen von Flucht und irregulären Reisebewegungen. Zudem setzt sich die Schweiz für eine umweltverträgliche Entwicklung und für eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung ein.

Die Berechnung der Entwicklungshilfe erfolgt gemäss den Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Diese ermöglichen eine internationale Vergleichbarkeit. Das Bruttonationaleinkommen entspricht dem früheren Bruttosozialprodukt. (sda/bat)