Sudan
Schweiz spricht Gelder für humanitäre Hilfe
Die Schweiz stellt für das laufende Jahr weitere 23 Millionen Franken für humanitäre Hilfe im vom Bürgerkrieg gezeichneten Sudan und in der Region bereit. Das teilte das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.
Die Ankündigung erfolgte zum dritten Jahrestag des Kriegsausbruchs anlässlich der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin. An der Konferenz waren insgesamt Gelder von umgerechnet mindestens 1,2 Milliarden Franken gesprochen worden.
Das Schweizer Parlament hatte im Dezember 2025 bereits einen Nothilfekredit von 50 Millionen Franken bewilligt. Neben der humanitären Hilfe setzt sich die Schweiz für die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und eine politische Verhandlungslösung ein.
Der bewaffnete Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) eskalierte im April 2023. Der Krieg forderte bis zum heutigen Tage zehntausende Todesopfer und löste eine Hungersnot aus. Über 33 Millionen Menschen, was rund zwei Dritteln der Bevölkerung entspricht, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Etwa 13 Millionen Menschen sind auf der Flucht, vier Millionen davon in den Nachbarländern. Laut EDA sind sexuelle Gewalt und Verletzungen des humanitären Völkerrechts weitverbreitet. Die Infrastruktur sowie die Gesundheits-, Bildungs- und Wirtschaftssysteme des Landes sind zusammengebrochen. (sda/ jow)