Basel

Friedenslicht steht im Zeichen des Krieges in der Ukraine

Im Basler Münster ist am Sonntag das Friedenslicht aus Bethlehem eingetroffen. An der Feier nahm auch der bischöfliche Delegierte für die ukrainische Gemeinde der griechisch-katholischen Kirche teil.

«Erst im Krieg merken wir, wie wichtig Frieden ist», sagte Nazar Zatorsky, bischöflicher Delegierter für die ukrainische Gemeinde der griechisch-katholischen Kirche, bei seiner Ansprache. (Bild: z.V.g.)

Zum 30. Mal ist am Wochenende das Friedenslicht aus Bethlehem in der Schweiz angekommen. Das Licht ist per Flugzeug aus Betlehem in Israel nach Wien gebracht und von da per Zug in ganz Europa verteilt worden. In Basel wurde es im Rahmen einer Zeremonie vor dem Basler Münster empfangen, unter anderem von Jo Vergeat, der Präsidentin des Grossen Rats Basel.

In ihrer Ansprache erinnerte sie daran, wie wichtig es sei, im Kleinen Frieden zu schaffen. «Für uns sind die Kriege und Konflikte der Welt weit weg. Wir haben es gut. Und doch können auch wir etwas tun: Frieden will erarbeitet sein», heisst es in einer Mitteilung vom 12. Dezember. Das Friedenslicht sei eine Metapher für Wärme und für Nähe. «Nehmen Sie heute das Licht mit und geben sie es weiter. Vielleicht schaffen Sie es, damit im Kleinen Frieden zu schaffen.»

An der Feier nahm auch Nazar Zatorsky, bischöflicher Delegierter für die ukrainische Gemeinde der griechisch-katholischen Kirche teil. Er erinnerte an den Krieg in seiner Heimat. «Erst im Krieg merken wir, wie wichtig Frieden ist. Erst in der Dunkelheit leuchtet das Licht.» Das Friedenslicht bringe etwas Licht in unsere Dunkelheit. «Christus bringt Licht in unsere Dunkelheit. Er macht aus der Wüste einen Garten.» (bat)