Höhepunkt war laut einer Medienmitteilung der Moment, als die Baselbieter Jugendlichen, die das Licht in Wien abgeholt und mit dem Zug nach Basel gebracht hatten, auf dem Münsterplatz ankamen. Graf und Kundert liessen das Licht von den Laternen der Jugendlichen auf den Lichtträger überspringen, an welchem die Gäste der Zeremonie anschliessend ihre eigenen Kerzen und Laternen entzündeten. Bis Weihnachten kann das Friedenslicht nun gesamtschweizerisch an über 200 Standorten geholt und weiter geschenkt werden.
Empfang durch Bundespräsident
Das Friedenslicht brennt auch im Berner Bundeshaus, wo Bundespräsident Didier Burkhalter am vergangenen Dienstag eine Friedenslicht-Delegation mit folgenden Worten empfing: «Es ist mehr als ein Zeichen, denn wenn alle mitmachen, ist es möglich, den Frieden zu erhalten, was gerade in der aktuell schwierigen Zeit wichtig ist.»
Via Österreich in die Schweiz
Das Friedenslicht ist ein Weihnachtsbrauch, der konfessionelle und politische Grenzen überwindet. Er ist 1986 mit einer Sendung des ORF begründet worden. Kurz vor Weihnachten entzündet ein Kind in der Geburtsgrotte von Bethlehem ein Licht, welches mit dem Flugzeug nach Linz (A) gebracht wird. Von dort aus wird das Friedenslicht an über 30 Länder Europas und in Übersee weitergegeben. Seit 1993 kommt das Friedenslicht auch in die Schweiz. Erstmals dieses Jahr nicht nur direkt nach Zürich, sondern auch nach Lugano, Fribourg, Basel und Bern. Ziel ist, das Licht noch weiter und dichter im Land zu verbreiten.
Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit
Jugendorganisationen, Samaritervereine, Behindertenorganisationen, Schul- und Kirchgemeinden, gemeinnützige Organisationen und viele Private unterstützen den Verein Friedenslicht in der gemeinsamen Idee, ein Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit zu setzen. Die zahlreich eingehenden Spenden gehen seit Beginn der Aktion an die Stiftung «Denk an mich – Ferien und Freizeit für Behinderte», die Patronatsträgerin.