Offene Kirche Elisabethen

Erste Namensfeier für Transgender­menschen abgehalten

In der Offenen Kirche Elisabethen in Basel konnten Transgendermenschen an einer Namensfeier teilnehmen. Damit sollen sie in der Gesellschaft sichtbarer werden.

Seit Beginn dieses Jahres ist es möglich, das Geschlecht und den Vornamen im Pass zu ändern. Die Offene Kirche Elisabethen in Basel will dieser Entwicklung Rechnung tragen und hat deshalb am Wochenende zum ersten Mal eine Namensfeier für Transgendermenschen abgehalten, wie das Regionaljournal Baselland am 8. April berichtete.

«Es war ein tiefgehender Gottesdienst: Menschen waren sie selbst, wie Gott sie geschaffen hat», schreibt die Offene Kirche Elisabethen auf Facebook. «Sie, wer sie wirklich sind, in Gott: Geliebte ‹Kinder des Regenbogens›.»

Unter den Personen, die sich segnen liessen, war auch Elisha Schneider. Elisha ist bei Geburt ein weibliches Geschlecht zugeordnet worden. Elisha fühlte sich aber beiden Geschlechtern zugehörig und ist genderfluid. Dass nun eine Namensfeier stattgefunden hat, bedeutet Elisha viel: «Mit der Segnung bekommt meine Geschlechtswahrheit mehr Resonanz und mehr Gewicht.» Ausserdem sei die politische Bedeutung wichtig. «Transgenderpersonen sollen mit solchen Feiern in der Gesellschaft sichtbarer werden und mehr Anerkennung erfahren.» (bat)