EKS-Synode

EKS-Synode stärkt Asylseelsorge und beschliesst neuen Beitragsschlüssel

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) stellt 470’000 Franken zusätzlich für die Seelsorge in Bundesasylzentren bereit. Zudem hat die Synode trotz Widerstand eine neue Berechnung der Mitgliederbeiträge beschlossen.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) will die Seelsorge in den Bundesasylzentren stärken. An der Herbstsynode in Bern wurde für 2027 erneut ein ausserordentlicher Beitrag von 470'000 Franken gesprochen.

Damit unterstütze die EKS weiterhin ein Angebot, das Menschen während ihres Aufenthalts in den Zentren Raum für Gespräche, persönliche Anliegen und religiöse Fragen biete, heisst es in einer Mitteilung.

Rund 25 reformierte Seelsorgende begleiteten in 26 Asylzentren Menschen den Alltag der Asylsuchenden, der von Belastung und Ungewissheit geprägt sei. Sie arbeiteten dabei in ökumenischen und interreligiösen Teams.

Neuer Beitragsschlüssel ab 2028

Das Kirchenparlament stimmte am zweiten Tage der Synode zudem für einen neuen Beitragsschlüssel. Ab 2028 richtet sich die Belastung der Mitgliedkirchen damit stärker nach ihrer Finanzkraft.

Die reformierte Kirche des Kantons Luzern hatte zu Beginn jedoch beantragt, nicht auf die Vorlage einzutreten. Denn in dieser Frage ist ein Rechtsverfahren zwischen der Luzerner Landeskirche und der EKS hängig (ref.ch berichtete). Streitpunkt ist dabei die Frage, wie die Finanzkraft der Kirche berechnet wird. Nach aktuellen Berechnungen würde der Beitrag der Luzerner an die EKS um über 80 Prozent steigen.

Die Synode lehnte diesen Antrag laut der Mitteilung aber deutlich ab. In der inhaltlichen Debatte habe wiederum die Berechnung der Finanzkraft, insbesondere die Staatsbeiträge für die Spitalseelsorge, zu reden gegeben. Je nach Kanton unterscheidet sich deren Finanzierung stark.

Schliesslich habe die Synode die Änderungen des Finanzreglements beschlossen. Diese würden dem Entscheid zum Beitragsschlüssel aus der Sommersynode entsprechen (ref.ch berichtete).

Verein für NS-Opfer beigetreten

Desweiteren wird die EKS assoziiertes Mitglied des Vereins «Netzwerk Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus». Das Memorial verbinde einen Erinnerungsort in Bern, ein Vermittlungszentrum zum Thema Flucht in Diepoldsau und ein schweizweites Netzwerk. Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund hatte die EKS zum Beitritt eingeladen. (sda/ gab)

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