Comander bewegt die Menschen
Die Stadt Chur spielte eine wichtige Rolle bei der Reformation in Graubünden. Hier leitete Johannes Comander 1523 die Reformation ein. Zum 500-Jahr-Jubiläum stellte die Reformierte Kirche Chur ein vielfältiges Programm zusammen: Es erschienen Bücher und ein Podcast. Ein Theaterstück wurde aufgeführt, eine Gemeindefeier abgehalten, ein Antistitium sowie eine Disputation durchgeführt. Das Festjahr klingt mit Veranstaltungen im Advent aus.
Der Einsatz für das Jubiläumsjahr hat sich laut Curdin Mark gelohnt. In einer Mitteilung wird der Präsident der Reformierten Kirche Chur zitiert: «Es ist mit den Jubiläumsaktivitäten geglückt, die Menschen emotional abzuholen und ihnen die Kirche wieder näherzubringen.» Marks Einschätzung lässt sich auch mit Zahlen belegen: An den Vorstandswahlen der Churer Kirche war die Stimmbeteiligung um 42 Prozent höher als noch vor vier Jahren.
Im Advent rückt die Martinskirche ins Zentrum des Interesses. In dieser Kirche hat der Reformator Comander gepredigt. Im gesamten Dezember werden täglich Leuchteffekte und historische Bilder auf ihre Aussenmauern projiziert. Die Illumination dauert acht Minuten und wird zwischen 16.15 und 22 Uhr regelmässig durchgeführt. Jeweils samstags eröffnen die Churer Turmbläser die Show um 16 Uhr. (dst)