Ökumene
Europas Kirchen verabschieden neue «Charta Oecumenica»
Die «Charta Oecumenica» der europäischen Kirchen ist in Rom in einer aktualisierten Fassung unterzeichnet worden. In der neuen Version seien Kapitel zu Frieden, Migration, neuen Technologien und zur Bedeutung der Jugend hinzugekommen, teilte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit. An der Unterzeichnung war auch Rita Famos anwesend, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Famos veröffentlichte Bilder in den Sozialen Netzwerken.
Der Text trage den Entwicklungen der letzten 20 Jahre Rechnung und erkenne Fortschritte im ökumenischen Dialog an. Das überarbeitete Dokument wurde laut ACK von Vertretern der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) angenommen.
Die «Charta Oecumenica» gilt als eines der bedeutendsten gemeinsamen Dokumente der christlichen Kirchen in Europa. Das Papier schreibt erstmals die Zusammenarbeit der Kirchen verbindlich fest. Der Text wurde zum Abschluss eines «Millennium-Gipfels» im April 2001 in Strassburg von KEK und CCEE verabschiedet. Beide Organisationen repräsentieren fast alle reformatorischen, orthodoxen und katholischen Christen auf dem Kontinent. Die Charta wurde in viele Sprachen übersetzt.
In der Ökumene-Charta verpflichten sich die Kirchen, Frieden und soziale Gerechtigkeit in Europa zu fördern. Die Charta hat allerdings keinen lehramtlichen oder kirchenrechtlichen Anspruch. (epd/ jow)