Festgottesdienst im Berner Münster

Parlamentarier aus allen Fraktionen rufen zum Eidgenössischen Bettag auf

Rund 80 Mitglieder des eidgenössischen Parlaments unterstützen den diesjährigen Bettagsaufruf. Am Sonntag wird er im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes im Berner Münster öffentlich verlesen.

Der Aufruf, den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag am 20. September bewusst zu begehen, ist von rund 80 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus allen Fraktionen unterzeichnet worden. Das schreibt die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) in einer Mitteilung. Auch Bundespräsident Guy Parmelin sowie die Präsidien von National- und Ständerat würden den Aufruf mittragen.

«Nicht alles liegt in unserer Hand», wird Parmelin in der Mitteilung zitiert. Der Bettag gebe Raum, das anzuerkennen – und sich gleichzeitig neu für das einzusetzen, was unser Land zusammenhalte: «Vertrauen, Rücksichtnahme und der Wille, Verantwortung zu tragen.»

Der Aufruf dankt für Freiheit, Frieden und demokratische Kultur. Zugleich fordert er dazu auf, Busse zu tun für Gleichgültigkeit gegenüber Not und Unrecht sowie für einen sorglosen Umgang mit der Schöpfung. Für Frieden, Weisheit und einen respektvollen gesellschaftlichen Zusammenhalt soll gebetet werden.

Im Zentrum der Feierlichkeiten steht am Sonntag um 10 Uhr ein ökumenischer Festgottesdienst im Berner Münster. Mit dabei sind unter anderem EKS-Präsidentin Rita Famos, Synodalratspräsidentin Judith Pörksen Roder der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (Refbejuso), Weihbischof Josef Stübi (Mitglied des Präsidiums der Schweizer Bischofskonferenz), Bischof Frank Bangerter von der Christkatholischen Kirche der Schweiz sowie Peter Schneeberger (Präsident von Freikirchen.ch) und Pfarrerin Renate Dienst von der Evangelisch-lutherischen Kirche Bern.

Um 11 Uhr verlesen Mitglieder des eidgenössischen Parlaments den Bettagsaufruf, gefolgt von einem Grusswort aus der Politik. (gab)

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