Appell für Toleranz nach Messerangriff
Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen haben eine Stellungnahme gegen Antisemitismus und Rassismus veröffentlicht. Initiiert hat die gemeinsame Erklärung die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA).
Der lebensbedrohliche Angriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich am Wochenende (ref.ch berichtete) müsse als «Zäsur und Weckruf» verstanden werden, heisst es in einer Mitteilung der GRA. Die Rahmenbedingungen für Toleranz, Respekt und ein friedliches Zusammenleben über kulturelle, religiöse und politische Grenzen hinweg müssten gestärkt werden.
Zu den Unterzeichnenden der Stellungnahme gehören unter anderem die reformierte Zürcher Kirchenratspräsidentin Esther Straub, Christoph Sigrist, Präsident der Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz, Vertreter von islamischen und jüdischen Verbänden sowie Vertreterinnen von Stadt- und Regierungsrat in Zürich.
«Rassistische und antisemitische Diskriminierungen gehen uns alle an. Sie ruinieren demokratische Strukturen und schaffen Menschen verachtende Realitäten», lässt sich GRA-Präsident Dr. Zsolt Balkanyi-Guery in der Mitteilung zitieren.
Auch der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) verurteilt den gewalttätigen Angriff. In einer gemeinsamen Mitteilung mit der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) erklärte er: «Es gibt keine religiöse Rechtfertigung für Hassverbrechen.» EKS und SBK stünden solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaft in der Schweiz. Die beiden Gremien rufen die Menschen dazu auf, gemeinsam gegen jegliche Form von Hass und Ausgrenzung einzutreten. (dst)