Muslimische Organisationen verurteilen Messerangriff
«Nicht in unserem Namen!» schreibt die Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich (VIOZ). Der Verband reagiert damit auf die Messerattacke eines jugendlichen Schweizers auf einen orthodoxen Juden am Samstagabend. Gemäss Medienberichten soll der Täter über einen Migrationshintergrund aus einem islamischen Land verfügen und ein antisemitisches Motiv gehabt haben.
«Wir erheben unsere Stimme und machen klar, dass dies nichts mit der muslimischen Gemeinschaft in Zürich zu tun hat», hiess es in der Stellungnahme weiter. Nichts rechtfertige einen Angriff auf Unschuldige. Man sei in Gedanken mit dem Betroffenen, seiner Familie und der ganzen jüdischen Gemeinschaft.
Auch Önder Güneş, der Präsident der Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS), zeigte sich schockiert von dem Vorfall in Zürich. «Es ist einfach schrecklich, eine solche Tat ist in keinem Falle tolerierbar und wir Muslime verurteilen sie aufs Schärfste», sagte er gegenüber «20 Minuten».
Der FIDS wolle das Gespräch mit dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) suchen. Der Krieg im Gazastreifen dürfe nicht als Anlass dienen, um Hass und Zwietracht in der Schweizer Gesellschaft zu streuen. (sda/ pef)