Angestellte erhalten Teuerungsausgleich
Die Synodalen der Evangelisch-reformierten Kirche Aargau haben die Jahresrechnung 2022 einstimmig angenommen. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 25'000 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von rund 75'000 Franken.
«Es sind viele kleine Dinge, die zusammengespielt haben», sagt die Informationsbeauftragte Claudia Daniel-Siebenmann auf Anfrage von ref.ch zum positiven Jahresabschluss. Einerseits seien die Steuereinnahmen weniger stark zurückgegangen als erwartet. Andererseits konnten manche Sparmassnahmen früher umgesetzt werden als geplant.
Die klare Mehrheit der Synodalen sprach sich zudem dafür aus, die Löhne der Angestellten 2024 der Teuerung anzupassen. Erst vor einem Jahr trat im Aargau ein neues Lohnsystem in Kraft.
Um dem Mangel an Pfarrpersonen zu begegnen, will der Kirchenrat die Zusammenarbeit der Kirchgemeinden fördern. Der Synodale und Laienprediger Martin Richner hatte allerdings noch einen anderen Vorschlag: Laienpredigerinnen sollten mehr als die bisher zehn Gottesdienste pro Gemeinde und Jahr übernehmen dürfen.
«Die Stärkung der Laien ist im aktuellen Reformprozess sowieso schon vorgesehen», sagt Daniel-Siebenmann. Insofern zeigte sich der Kirchenrat mit der Motion einverstanden und nahm sie entgegen. Laut Daniel-Siebenmann plant der Kirchenrat, im Rahmen des Kirchenreformprozesses die Regeln des Gemeindelebens zu lockern. In Zukunft sollten die Gemeinden beispielsweise ihr Gottesdienstreglement stärker selbst bestimmen können.
Zurzeit findet ein Auktionsverfahren für das Tagungshaus Rügel statt. Dieses soll Aufschluss über den Wert der Immobilie geben. Über den Verkauf des Tagungshauses soll jedoch erst an der Herbstsynode entschieden werden. (pef)