Synode

Luzerner Kirche investiert in digitale Seelsorge

Die Reformierte Landeskirche Luzern hat im vergangenen Jahr einen Gewinn erzielt. Mit einem Teil davon soll nun die Seelsorge gestärkt werden. Die Kirche reagiert damit auf die «herausfordernden Zeiten».

Die Synode der Luzerner Kirche hat einer Rückstellung von 100‘000 Franken zugestimmt. Mit dem Geld sollen seelsorgerliche Angebote gestärkt werden. Konkret will die Kirche in digitale Seelsorge, Wirtschaftsdiakonie und Kommunikation mit den Mitgliedern investieren, wie es in einer Mitteilung heisst.

Es seien «schwierigen Zeiten» und es bestehe eine vermehrte Nachfrage nach Seelsorgeangeboten, heisst es zur Begründung der Investition. «Die Kirche ist in solchen herausfordernden Zeiten gefragt und gibt Halt sowie Orientierung», wird Synodalratspräsidentin Lilian Bachmann zitiert. Gleichzeitig verzeichne man «rekordhohe Austrittszahlen». Mit der Investition in die drei Bereiche setze man ein Zeichen, so Bachmann.

Die Massnahmen sollen per sofort starten, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Zudem genehmigte die Synode eine Spende von 20'000 Franken an das evangelische Hilfswerk Heks.

Möglich wurde die Rückstellung durch ein gutes Jahresergebnis. Der Ertrag fiel im vergangenen Jahr mit 2,3 Millionen Franken rund 6 Prozent höher aus als budgetiert. Insgesamt resultierte ein Überschuss von knapp 150'000 Franken.

Zudem wählte die Versammlung Beatrice Barnikol als neue Synodepräsidentin. Sie ersetzt Fritz Bösiger, dessen Amtszeit per Ende Juni turnusgemäss endet. Als Vizepräsident wurde David van Welden gewählt. Das neue Synodepräsidium startet am 1. Juli. (no)