St. Gallen

Zwinglis Geburtshaus soll Teil einer «Demokratie-Ellipse» werden

Der Stararchitekt Peter Zumthor soll im Auftrag der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen Zwinglis Elternhaus in Wildhaus SG weiterentwickeln. Das 60-Millionen-Franken-Projekt umfasst einen «Leuchtturm» und weitere Bauten.

Bis heute ist das Geburtshaus des einflussreichen Reformators Huldrych Zwingli ein zwischen Wohnhäusern und einem Restaurant eingeklemmtes Holzhaus in Wildhaus im Toggenburg. Doch geht es nach der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, wird es bald vorbei sein mit der Unscheinbarkeit. Wie die federführende Stiftung «Vision Zwingli» mitteilt, wird ab 2028 neben dem Zwingli-Haus und in der Nähe der Taufkirche die «Toggenburger Demokratie-Ellipse» gebaut.

Wie es in den Projektunterlagen heisst, soll «in Verbindung von Architektur, Klang, Spiritualität und Bildung» ein «innovativer Begegnungsraum, der die reformatorische Tradition in die Gegenwart übersetzt und das Toggenburg touristisch stärkt», entstehen. Die Organisation Toggenburg Tourismus erwartet einen «starken Impuls für Kultur, Tourismus und gesellschaftliche Identität».

Laut der Stiftung «Vision Zwingli», hinter der die St. Galler Landeskirche sowie Toggenburg Tourismus und die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann stehen, soll das Besucherzentrum neben dem Zwinglihaus für zusätzliche 50'000 Besuchende und 20'000 Logiernächte pro Jahr sorgen.

Das historische Gebäude soll zu einem «zeitgemässen Kultur- und Resonanzort von regionaler, nationaler und internationaler Bedeutung» weiterentwickelt werden. Architekt Zumthor wird einen «Leuchtturm» bauen. Ausserdem sollen «Resonanz- und Erfahrungsräume» entstehen. Laut Mitteilung sind die Bauarbeiten 2030 abgeschlossen. (dst)

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