Finanzen

Zürcher Landeskirche erhält weiterhin Staatsbeiträge

In den Jahren 2026 bis 2031 erhalten Zürichs Landeskirchen und anerkannte Glaubensgemeinschaften insgesamt 300 Millionen Franken an Steuergeldern. Im Kantonsrat ist das Geschäft umstritten gewesen wegen einer gemeinsamen Idee der Reformierten und der Katholiken.

Die einen sprachen von Buebetrickli, die anderen nannten das Vorgehen «illegal» und wieder andere wollten dem Antrag «zähneknirschend» zustimmen: Der Zürcher Kantonsrat debattierte über die Staatsbeiträge für anerkannte Glaubensgemeinschaften im Kanton für die Jahre 2026 bis 2031.

Pro Jahr belaufen sich diese auf 50 Millionen Franken. Dieser Betrag wird auf die Reformierte Kirche Kanton Zürich, die katholische Kirche im Kanton Zürich, die Christkatholische Kirchgemeinde und zwei jüdische Institutionen aufgeteilt. Anlass zur Diskussion gab in erster Linie, dass Reformierte und Katholiken jährlich je eine Million Franken für Projekte von muslimischen Glaubensgemeinschaften einsetzen wollen.

Nach einer kontroversen Debatte, welche praktisch die gesamte Sitzungszeit ausfüllte, sprach sich der Kantonsrat mit 104 zu 56 Stimmen bei 6 Enthaltungen dafür aus, die Staatsbeiträge zu genehmigen. Die bürgerlichen Fraktionen scheiterten mit Minderheitsanträgen, welche die Unterstützung nicht-anerkannter Glaubensgemeinschaften mit Steuergeldern verhindern wollten.

Der Regierungsrat stellte in Aussicht, in den kommenden Jahren eine Revision des Kirchengesetzes anzustossen. (dst)

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