Sudan
Glückskette sammelt 5 Millionen Franken für Kriegsopfer
In einem Live-Interview in der Sendung «Forum» des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS bezeichnete Radiomoderator Jean-Marc Richard die Spenden als bemerkenswert. Bei einer Kampagne dieser Art komme selten eine solche Summe zustande.
Zuvor hatte Bundespräsident Guy Parmelin den nationalen Solidaritätstag auf Radio SRF 1 als Morgengast eröffnet: «Wir können diesen Krieg nicht mit einer Spende beenden», sagte er. «Aber wir können mit unserer Hilfe Leben retten, Hunger lindern und Menschen wieder eine Perspektive geben.»
Nach mehr als drei Jahren Krieg erlebe der Sudan eine der schwerwiegendsten humanitären Krisen weltweit, schrieb die Schweizerische Stiftung Glückskette in einer Mitteilung. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung habe vor der Gewalt fliehen müssen, das Wetterphänomen El Niño sorge für eine weit verbreitete Dürre. Fast 20 Millionen Menschen litten Hunger und benötigten dringend Hilfe.
Hilfsorganisationen fehlten zunehmend die Mittel, um diese Hilfe leisten zu können, hiess es weiter. Mit den Geldsammlungen will die Glückskette die humanitären Projekte ihrer Partnerorganisationen im Sudan stärken.
Laut der Stiftung sind Online-Spenden unter www.glueckskette.ch oder in jeder Postfiliale unter dem Vermerk «Not im Sudan» weiterhin möglich. (sda/ gab)