Krieg im Nahen Osten
4,5 Millionen Franken für Gaza gesammelt
Im Gazastreifen fehlt es an Nahrungsmitteln, Trinkwasser, medizinischer Versorgung und Unterkünften für Familien, die alles verloren haben. Um die Not zu lindern, hat die Glückskette gemeinsam mit SRG zu einer Spendenaktion aufgerufen und insgesamt über 4,5 Millionen Franken gesammelt. Mit dem Geld sei es den Schweizer Partnerorganisationen der Glückskette möglich, ihre humanitäre Hilfe vor Ort zu verstärken, hiess es in einer Mitteilung.
Die Partnerorganisationen der Glückskette – darunter Médecins Sans Frontières, Caritas, das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (Heks), Save the Children, die Stiftung Terre des hommes, Frieda und Médecins du Monde – seien bereit, ihre Hilfe zu verstärken. Sie verfügten über Erfahrung in schwierigen Kontexten. Zudem würden sie die lokalen Gegebenheiten kennen. «Sie halten sich an die humanitären Prinzipien der Unabhängigkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Menschlichkeit», hiess es.
Diese Organisationen leisten laut Glückskette Nothilfe, indem sie Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente, Notunterkünfte und Hygieneartikel verteilen. Zudem bieten sie Familien finanzielle und psychosoziale Unterstützung und Zugang zu medizinischer Versorgung.
Die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen erlebe die schlimmste humanitäre Krise ihrer Geschichte: Zehntausende Opfer, eine zerstörte Infrastruktur, ein kollabiertes Gesundheitssystem und eine von den Vereinten Nationen offiziell festgestellte Hungersnot, hiess es im Vorfeld der Spendenaktion.
Das kürzlich zwischen der palästinensischen Hamas und Israel unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen ermögliche es endlich, die Bereitstellung lebenswichtiger humanitärer Hilfe im Gazastreifen zu verstärken.
Wenn die Höhe der eingegangenen Spenden und die Situation es zulasse, könne die Glückskette zum Wiederaufbau wichtiger Infrastrukturen sowie von Wohnhäusern beitragen. Auch nach Abschluss der Solidaritätsaktion seien Spenden weiterhin möglich. (sda/ no)