Krieg in der Ukraine

Schweizer Kirchen rufen zum Friedensgebet auf

Angesichts der dramatischen Lage in der Ukraine zeigen sich auch die Schweizer Kirchen und Religionsgemeinschaften bestürzt. In verschiedenen Städten finden in den kommenden Tagen interreligiöse Friedensgebete statt.

Am kommenden Montag um 18 Uhr versammeln sich im Grossmünster in Zürich Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften, um für den Frieden in der Ukraine zu beten. Christliche Kirchen sowie Muslime und Juden eine die Sorge um die Menschen im Kriegsgebiet der Ukraine, wie es in einer Mitteilung vom 24. Februar heisst.

Mit dem interreligiösen Friedensgebet wollen die Religionsgemeinschaften Anteil nehmen und ihr Mitgefühl ausdrücken. «Wir verurteilen jede Gewalt und rufen alle politisch und militärisch Verantwortlichen auf, die Eskalation der Gewalt umgehend zu beenden. Eine friedliche Zukunft kann nie auf Gewalt gegründet sein», heisst es in der Mitteilung weiter.

Zum gemeinsamen Friedensgebet laden Religionsvertreterinnen auch in der Heiliggeistkirche in Bern ein. Es sei wichtig, dass die Kirchen und Religionsgemeinschaften ein Zeichen gegen den Krieg setzen, sagt Pfarrer Andreas Nufer auf Anfrage von ref.ch. «Wir drücken damit unsere grosse Betroffenheit angesichts der Ereignisse in der Ukraine aus.»

An dem interreligiösen Friedensgebet beteiligen sich neben den christlichen Kirchen unter anderem Vertreter der jüdischen, muslimischen und hinduistischen Glaubensgemeinschaften in der Stadt Bern. Das Gebet findet am kommenden Samstag um 11 Uhr im Vorfeld der auf der Schützenmatte geplanten Friedensdemonstration statt.

Auch in anderen Städten beten Gläubige für den Frieden in der Ukraine. So lädt die reformierte Stadtkirche St. Johann in Schaffhausen zum «Friedensgebet am Mittag» ein. Das viertelstündige Gebet findet vom 28. Februar bis zum 5. März täglich um 12 Uhr statt. Zudem werde in den sonntäglichen Gottesdiensten für den Frieden gebetet, wie es in einer Mitteilung heisst. (no)