Wirtschaft

Rat EKS bezieht Stellung zur Bankenkrise

Der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) hat zehn Fragen und Antworten zur Bankenkrise publiziert. Er nimmt dabei auch die theologisch-spirituelle Dimension der Problematik auf.

Die Zwangsübernahme der Credit Suisse durch die UBS hat hohe Wellen geworfen. Auch der Rat der Evangelisch-reformierten Kirchen Schweiz hat sich diesem Thema angenommen. In einem Positionspapier mit dem Titel «Too big to fail – Stellungnahme des Rates der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS» präsentiert der Rat 10 Fragen und 10 Antworten zum Thema.

«Aus evangelisch-reformierter Perspektive stellt die Wirtschaft ein wichtiges Lebensmittel dar, das möglichst vielen Menschen auf ihnen angemessene Weise dienen soll», schreibt die EKS in einer Mitteilung vom 17. April. Krisen wie die Bankenkrise 2008 oder der Untergang der CS in den vergangenen Wochen geben Anlass, grundsätzlich über unsere Art des Wirtschaftens nachzudenken.

Die Krisen in der Welt würden immer auch theologische Fragen aufwerfen: Wozu verpflichtet Reichtum? Wie hält es die Bibel mit dem Reichtum und der Armut? Was lässt sich aus biblischer Perspektive über Geldanlagen sagen? Das Papier geht unter anderem auf solche Fragen ein.

«Gemeinsam stehen wir schliesslich als Gesellschaft vor der entscheidenden Frage, was wir aus der Bankenkrise lernen können, um anderen Krisen – Klima, Krieg oder Inflation – besser zu begegnen», schreibt die EKS.