Pfuusbus öffnet seine Türen
Das Sozialwerk Pfarrer Sieber rechnet mit einer hohen Zahl von Übernachtungen in seinen Notschlafstellen im kommenden Winter. Die Mitarbeiter hätten im Sommer im Rahmen der aufsuchenden Gassenarbeit deutlich mehr in Not geratene Menschen angetroffen, wie das Sozialwerk in einer Medienmitteilung schreibt.
Im Winter betreibt die Organisation zwei Notunterkünfte: Den Pfuusbus für einheimische Obdachlose, der mit zusätzlichen Zelten Platz für 45 Menschen bietet, sowie das Iglu für obdachlose Arbeitsmigranten aus Europa. Im Iglu können 30 Menschen schlafen.
Im vergangenen Winter zählte das Sozialwerk allein im Pfuusbus 4965 Übernachtungen – das waren rund 900 mehr als im Jahr davor. Im Pfuusbus gibt es eine Heizung, Mahlzeiten und Gesellschaft. Das Iglu nimmt Arbeitsmigranten während 14 Tagen auf. In dieser Zeit können sie Arbeit suchen oder die Weiterreise organisieren.
Das Sozialwerk Pfarrer Sieber bietet Menschen in Not seelsorgerliche, soziale, medizinische und materielle Hilfe an. Für den Betrieb der Notschlafstellen und um auf nächtlichen Patrouillen Obdachlose aufzusuchen, sucht es noch Freiwillige. (dst)