Mittelmeer-Rettung

«Open Arms» bringt Bootsflüchtlinge nach Sizilien

Das Rettungsschiff «Open Arms» hat über 200 Menschen im Mittelmeer gerettet. Darunter auch sechs Kleinkinder.

Das spanische Rettungsschiff «Open Arms» hat 265 Flüchtlinge nach Sizilien gebracht. Die Mehrheit der in den vergangenen Tagen im südlichen Mittelmeer geretteten Migranten sollten nach Angaben des italienischen Rundfunks am Montag auf ein Quarantäne-Schiff vor dem Hafen von Porto Empedocle gebracht werden. Fünfzig Minderjährige würden in eine Einrichtung auf dem Festland untergebracht, hiess es weiter. Wegen der Corona-Beschränkungen durfte das Schiff nicht in den Hafen einlaufen.

Unter den bei mehreren Rettungseinsätzen an Bord genommenen Flüchtlingen sind nach Angaben der Hilfsorganisation «Open Arms» auch sechs Kleinkinder. Malta hatte die Genehmigung, den nächstgelegenen Hafen anzulaufen, verweigert.

Während die Geretteten bei stürmischem Wetter an Deck der «Open Arms» versorgt wurden, teilte Italien dem Schiff in der Nacht auf Montag Porto Empedocle in Sizilien als sicheren Hafen zu. Die «Open Arms» ist dem Gründer Oscar Camps zufolge derzeit das einzige private Seenotrettungsschiff auf hoher See im Mittelmeer. (epd/bat)