Armut
Mission 21 unterzeichnet offenen Brief an Bundesrat
«Wir sind alarmiert über den beabsichtigten Strategiewechsel in der internationalen Zusammenarbeit», heisst es in einem offenen Brief an die Bundesräte Parmelin und Cassis. Bei der langfristigen Entwicklungshilfe würden Gelder gekürzt zugunsten der kurzfristigen, humanitären Hilfe.
Über 140 Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben den Brief unterzeichnet – darunter auch Evelyn Borer und Jochen Kirsch, Präsidentin und Direktor von Mission 21, wie die Organisation mitteilt.
Der Bundesrat solle die geplante Umlagerung zurücknehmen, heisst es in der Mitteilung. «Denn die bilaterale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit ist langfristig ausgerichtet», steht im offenen Brief. Sie könne Armut und Not «bei der Wurzel angehen».
Die Unterzeichnenden fordern, die humanitäre Hilfe zu stärken, die internationale Zusammenarbeit auf die Bekämpfung von Armut und Hunger auszurichten und als «integralen Bestandteil einer umfassenden Sicherheitspolitik» anzuerkennen. Sie schreiben: «Langfristige Armutsbekämpfung und Aufbau von demokratischen Strukturen macht unsere Welt sicherer, schafft Perspektiven vor Ort und wirkt gegen Extremismus.» (dst)