Kirchgemeinde

Was unsere Lesenden mit Kirchenglocken verbinden

Wir haben unsere Lesenden gefragt, ob Kirchglockengeläut stört, oder im Gegenteil etwas fehlen würde ohne. Einige Antworten haben wir zusammengetragen.
Manche stören sich am Klang von Kirchenglocken, anderen dagegen bieten sie Orientierung. Zu sehen ist hier die Nydegg-Kirche in Bern. (Bild: Gaëtan Bally)

Mögen Sie den Klang von Kirchenglocken? Oder stört er Sie? Was würde fehlen ohne? Das wollten wir von unseren Leserinnen und Lesern in unserem Newsletter wissen. Einen Auszug an Antworten stellen wir hier zusammen.

«Ich mag den Klang sehr, er ist urchig und erdet. Er erinnert mich daran, innezuhalten, Gott zu danken, für den gelungenen Tag und dafür, dass ich lebe. Manchmal kündigt er an, dass ein Mensch die Schwelle zum Jenseits übertreten hat», schreibt eine Leserin. Auf die Frage, was fehlen würde ohne den Glockenklang, antwortet sie: «Ein Teil der Seele bei vielen Menschen.»

Stört Sie der Klang von Kirchenglocken?

Ein Leser wohnt nahe einer Kirche. «Ich höre den Viertelstunden-Schlag sehr gern. Er gibt mir Orientierung – ganz besonders nachts. Wenn jemand meint, wegen des Glockenschlags nicht schlafen zu können, kann ich das nicht nachvollziehen.» Auch er verbindet das Geläut mit Beerdigungen.  «Das weckt auch eine Anteilnahme.» Weiter schreibt er: «Digitale Zeitgeräte hin oder her – ich finde, dass der Stundenschlag und das Kirchengeläut überhaupt nicht aus der Zeit gefallen sind.»

«Klar würde mir ‹etwas› fehlen ohne Kirchenglocken!», schreibt eine weitere Person. Damit sei die Verbindung zu etwas Grösserem spürbar. Und: Hörbar wäre dann Mittags um 12 Uhr nur der Verkehrslärm – «bitte Nein!» (red/ jow)

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