Initiative für Sterbehilfe in Altersheimen eingereicht
Rund 13'000 Unterschriften haben die Initianten mit Unterstützung der Sterbehilfeorganisationen «Exit» und «Dignitas» gesammelt für die Volksinitiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen», wie aus einer Mitteilung des Initiativkomitees hervorgeht. Das sind doppelt so viele Unterschriften wie nötig.
Die Initiative will private Alters- und Pflegeheime verpflichten, Freitodbegleitungen in ihren Räumen zuzulassen. Es ist ein weiterer Anlauf, die privaten Heime in die Pflicht zu nehmen (ref.ch berichtete). Ein Entscheid des Zürcher Kantonsrats, der Einrichtungen dasselbe vorschreibt, die von der öffentlichen Hand mitfinanziert werden, wurde nachträglich abgeschwächt.
Alters- und Pflegeheime sind im Kanton Zürich frei in der Entscheidung, ob sie Sterbehilfeorganisationen Zutritt gewähren wollen. Ein Anrecht auf eine solche Begleitung haben Bewohnerinnen und Bewohner nicht. In den meisten Schweizer Kantonen steht es den Alters- und Pflegeheimen offen. Nur im Wallis und in Nidwalden gibt es eine Verpflichtung (ref.ch berichtete). (dst)