Vereinigte Staaten

Hinrichtung in Tennessee abgebrochen

Eine 50-jährige Frau hätte in Tennessee hingerichtet werden sollen, doch sie ist stattdessen ins Spital gebracht worden. Während der Exekution ist es zu einem Zwischenfall gekommen.

Der US-Bundesstaat Tennessee ist Medienberichten zufolge beim Versuch gescheitert, die 50-jährige Christa Pike hinzurichten. Wie lokale Medien berichteten, hatten die Vollzugsbeamten Probleme beim Spritzen des Giftes zum Töten der verurteilten Frau.

Nach Angaben von Pikes Anwälten sei sie lange nach Verabreichen des tödlichen Mittels noch am Leben gewesen. Sie werde in einem nahegelegenen Krankenhaus behandelt. Über ihren Zustand sei nichts bekannt.

Der Medienzeuge John North vom örtlichen Sender WBIR sagte bei einer Pressekonferenz, die Hinrichtung sei offenbar nicht wie vorgesehen verlaufen. Reporter hätten wegen eines zugezogenen Vorhangs manches nicht sehen können. Nach Angaben der Reporterin Tori Gessner sagte Pike, sie habe das Gefühl, ihr Arm werde aufplatzen.

Die Hinrichtung hatte wenige Stunden nach einem Urteil des Obersten Gerichts der USA begonnen. Dieses hatte mit sechs zu drei Stimmen ein untergeordnetes Urteil vom Mittwoch aufgehoben, wonach «im Interesse der Gerechtigkeit» das Urteil gegen Pike zu prüfen sei.

Pike hatte 1995 im Alter von 18 Jahren ihre ein Jahr ältere Arbeitskollegin Colleen Slemmer getötet. Eifersucht soll ein Motiv gewesen sein. Ihr Mittäter Tadaryl Shipp war 17 Jahre alt und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Menschenrechtler protestierten wegen des jugendlichen Alters von Pike zur Tatzeit gegen die Strafe (ref.ch berichtete). Sie sollte als erste Frau nach mehr als 200 Jahren im US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden. (epd/ dst)

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