Synode Thurgau
Gleiche Löhne für angestellte Pfarrpersonen
Einmal mehr stand an der Synode der Evangelischen Landeskirche im Kanton Thurgau die Motion Butscher zur Debatte. Diese schlägt vor, dass Pfarrpersonen künftig bis zu 100 Prozent angestellt werden können. Bislang war es so, dass Pfarrstellen über 60 Prozent durch Wahl besetzt werden mussten. Mit der Änderung soll unter anderem auf den bestehenden Pfarrmangel reagiert werden (ref.ch berichtete).
Dabei ging es auch um die Frage, ob angestellte Pfarrpersonen weiterhin eine Lohnklasse tiefer als gewählte Pfarrerinnen und Pfarrer eingestuft werden sollen.
Die Synode entschied nun, dass eine Anstellung im Umfang von 100 Prozent künftig möglich sein soll, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Auch sollen angestellte Pfarrpersonen lohntechnisch gleich wie gewählte Pfarrerinnen und Pfarrer eingestuft werden.
Bis Ende 2029 weitergeführt werden soll die befristete Stelle «Start-up Kirche». Die vor vier Jahren neu geschaffene Stelle hat zum Ziel, neue Formen von kirchlichem Leben zu erproben. In den vier Jahren wurde unter anderem ein Kafi-Mobil ins Leben gerufen. Dieses steht Thurgauer Kirchgemeinden für besondere Anlässe wie Kirchenfeste zur Verfügung.
Genehmigt wurde auch das Budget 2026. Es geht von einem Plus von rund 111‘000 Franken aus. Für Diskussionen sorgte der Beitrag an das evangelische Hilfswerk Heks, das mit der Unterstützung einer Klage gegen die Firma Holcim für Irritationen sorgte (ref.ch berichtete), wie es in der Mitteilung heisst. Die Synodalen genehmigten den Beitrag schliesslich, empfahlen dem Kirchenrat jedoch, kritisch hinzuschauen. (no)