Krieg im Nahen Osten

USA planen Hotels und Fabriken im Gazastreifen

Die US-Regierung prüft, Gaza unter ihre Verwaltung zu stellen. Das schreibt die «Washington Post». Es würde bedeuten, zwei Millionen Menschen umzusiedeln.

Unter dem Titel «Nachkriegsplan für Gaza sieht die freiwillige Umsiedlung der gesamten Bevölkerung vor» hat die «Washington Post» eine Recherche veröffentlicht. Derzufolge arbeite die US-Regierung an einem Plan, der eine Verwaltung des Gazastreifens durch eine US-Treuhandgesellschaft für mindestens zehn Jahre vorsieht.

In der Regierung zirkuliere ein 38 Seiten langes Papier, das den Plan beschreibe. Das bedeutet, dass zwei Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser zum Verlassen des Gazastreifens bewegt werden müssten. Reisen sie aus, sollen sie umgerechnet 4000 Franken und ein Jahr lang gratis Lebensmittel erhalten. Für Menschen, die sich weigern, sollen abgesperrte Zonen in dem Gebiet eingerichtet werden.

Visioniert wird, in Zukunft im Küstenstreifen Strandresorts, Hochhäuser, Rechenzentren und Fabriken für Elektrofahrzeuge zu bauen. Im Grunde folgt das Projekt den Ideen von US-Präsident Trump, der zu Jahresbeginn davon sprach, den Gazastreifen zur «Riviera des Nahen Ostens» zu machen. Daraufhin hatten Experten erklärt, eine Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung verstosse gegen das Völkerrecht. (dst)

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