Drei Jugendliche mit Theologiepreis ausgezeichnet
Welche Auswirkungen hat Interkulturalität auf den Glauben und die Identität junger Erwachsener? Mit dieser Frage beschäftigte sich Deborah Murga aus Solothurn in ihrer Maturaarbeit. Sie kommt darin zum Schluss, dass Jugendliche, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind, häufiger in eine Identitätskrise geraten.
Für ihre Arbeit ist die Schülerin nun mit dem Theologiepreis für herausragende Maturaarbeiten ausgezeichnet worden. Ihre beeindruckende Arbeit befasse sich mit einer «hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Fragestellung», wie es in einer Mitteilung heisst.
Ausgezeichnet wurde auch Veronica Stalder aus dem Kanton Aargau. Mit ihrer Arbeit über die Rolle der Frau in der katholischen Kirche habe die Schülerin Mut bewiesen und sich «einem aktuellen Thema und den unterschiedlichen Positionen dazu» gestellt, heisst es.
Als preiswürdig befunden wurde schliesslich die Arbeit von Alessio Rubli aus dem Kanton Schaffhausen. Er setzte sich mit der Frage auseinander, ob das Ausstellen von menschlichen Überresten zum Beispiel in Museen ethisch vertretbar ist. Dies habe er «gut reflektiert» getan, urteilte die Jury.
Mit dem Theologiepreis setzen die theologischen Fakultäten der Universitäten Basel, Bern und Zürich einen Anreiz, Themen rund um Ethik, Religion und Theologie zu erforschen. Der Preis ist mit 500 Franken dotiert. (no)