Maturaarbeiten über gendergerechten Unterricht und Koranschüler ausgezeichnet
Die Theologische Fakultät und das Religionswissenschaftliche Seminar der Universität Luzern haben dieses Jahr gleich zwei Maturaarbeiten mit dem Luzerner Religionspreis ausgezeichnet. Der mit jeweils 500 Franken dotierte Preis geht an die Kantonsschülerinnen Chiara Burri und Hannah Wirz, wie es in einer Mitteilung vom 30. Mai heisst.
In ihrer Arbeit «Sexismus in der Bildung: Der Weg zum genderorientierten Unterricht» habe sich Chiara Burri kompetent mit einem aktuellen Problem auseinandergesetzt, begründet die Fachjury ihren Entscheid. Die Autorin zeige unter anderem, wie die Gleichberechtigung in der Schule weiter vorangebracht werden könne. Als besonders positiv hervorgehoben wird der praxisbezogene Leitfaden.
Mit dem Thema Bildung befasste sich auch Hannah Wirz in ihrer Arbeit über die Talibés, Koranschüler im Senegal. Die Autorin erkläre verständlich die «bildungspolitischen und religiösen Verflechtungen, in denen die jungen Koranschüler lernen, leben und betteln müssen, was im Widerspruch zu Menschen- und Kinderrechten steht», schreibt die Jury. Dabei wechsle sie «gekonnt» von einer westlichen zu einer senegalesischen Sicht.
Der Luzerner Religionspreis prämiert Maturaarbeiten zum Thema Religion und Ethik und will das Engagement von Schülerinnen und Schülern in diesem Bereich fördern. Er wurde erstmals 2006 verliehen. (no)