Hugenotten und Waldenser

Der letzte Schritt ist vollbracht

In wenigen Tagen wird die letzte Etappe des Hugenotten- und Waldenserwegs in der Schweiz eingeweiht. Die ehemalige Route der protestantischen Flüchtlinge geht von Genf bis Schaffhausen.

Am 24. September treffen sich Delegationen aus dem Piemont, Frankreich, Deutschland und der Schweiz in Thayngen im Kanton Schaffhausen. Sie folgen der Einladung der Stiftung VIA. Seit 2011 hat sie daran gearbeitet, den historischen Fluchtweg der Hugenotten und der Waldenser in der Schweiz als Kulturroute erlebbar zu machen. Nun ist die letzte Etappe ausgeschildert, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Die Delegationen weihen zu diesem Anlass eine Informationsstele ein, anschliessend finden Feierlichkeiten statt.

Zudem hat der Ethnologe Florian Hitz im Auftrag der Stiftung VIA den Wanderführer «Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser» erarbeitet. Darin beschreibt er die einzelnen Etappen von Genf bis nach Schaffhausen und ergänzt sie mit zahlreichen historischen Informationen. Der Wanderführer enthält auch verschiedene Stadtrundgänge und verweist auf das kulturelle Erbe der Hugenotten.

Im 17. Jahrhundert flohen zehntausende Hugenotten und Tausende Waldenser aus Frankreich und dem Piemont in die Schweiz, um der religiösen Verfolgung zu entkommen. Schliesslich mussten die meisten von ihnen aber in deutsche Fürstentümer weiterziehen. Eine europäische Kulturroute, die von Frankreich über die Schweiz bis nach Deutschland führt, soll daran erinnern. (pef)