Thurgau

Christina Aus der Au kandidiert für das Kirchenrats­präsidium

Die Theologin Christina Aus der Au hat sich um die Nachfolge des abtretenden Thurgauer Kirchenratspräsidenten Wilfried Bührer beworben. Die Wahl findet im Juli statt.

Die promovierte Theologin Christina Aus der Au stellt sich für das Kirchenpräsidium der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau zur Verfügung. «Mir ist es ein Anliegen, dass die Kirche der Zukunft einen weiten Blick für die Menschen hat», wird sie in einer Medienmitteilung des Komitees «Pro Christina Aus der Au» zitiert. Sollte Aus der Au gewählt werden, wäre sie die erste Frau an der Spitze der Thurgauer Landeskirche.

Erfahrung für diese Aufgaben hat Christina Aus der Au in vielen Bereichen sammeln können. So präsidierte sie im Reformationsjahr den deutschen Kirchentag. Als Lehrbeauftragte an der ETH und der Uni Fribourg sei sie am Puls aktueller Diskussion in ethischen Fragen, heisst es weiter. Zudem sei sie als Verwaltungsrätin der Alternativen Bank Schweiz auch mit wirtschaftlichen Fragen vertraut.

Ausbildnerin an der Pädagogischen Hochschule

In ihrer Arbeit am Zentrum für Kirchenentwicklung in Zürich habe sie eine Vision für eine Kirche entwickelt, «die auch die distanzierten, aber deshalb nicht weniger glaubenden (und zahlenden!) Kirchbürgerinnen und Kirchbürger ernst» nehme, heisst es in der Mitteilung.

Christina Aus der Au ist im Thurgau aufgewachsen und besuchte in Märstetten und Kreuzlingen die Schule. In Zürich, Tübingen und Basel studierte sie Philosophie und Theologie, heute bildet sie angehende Lehrpersonen an der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen aus. Sie wohnt in Frauenfeld, ist verheiratet und Mutter einer zwölfjährigen Tochter. In ihrer Kirchgemeinde engagiert sie sich in der Erwachsenenbildung und vertritt die Kirchgemeinde in der Synode, dem kantonalkirchlichen Parlament.

Wahl im Juli

Christina Aus der Au will die Nachfolge des langjährigen Kirchenratspräsidenten Wilfried Bührer antreten. Dieser hat seinen Rücktritt auf den 31. Mai 2022 bekannt gegeben. Neben Aus der Au kandidiert auch Pfarrer Paul Wellauer aus Bischofszell für das Amt. Über die Nachfolge entscheidet am 5. Juli 2021 die Synode, das 120-köpfige Kirchenparlament. (bat)