Thurgau

Kirchenrats­präsident Wilfried Bührer tritt zurück

Kirchenratspräsident Wilfried Bührer hat seinen Rücktritt eingereicht. Er geht nach bald 20 Jahren an der Spitze der Thurgauer Landeskirche.

Pfarrer Wilfried Bührer wird die Leitung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau per 31. Mai 2022 abgeben. Bührer hat seinen altersbedingten Rücktritt offiziell bei der Synode, dem kantonalen Kirchenparlament, eingereicht, wie es in einer Mitteilung vom 27. Januar heisst. Damit verbunden sei auch der Rücktritt als Delegierter der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Der in Sulgen aufgewachsene Pfarrer wurde 1991 als 35-jähriger in den Kirchenrat gewählt. Seit 2003 ist der 64-Jährige Kirchenratspräsident.

«In den bald 20 Jahren an der Spitze der Thurgauer Landeskirche hat Wilfried Bührer neue inhaltliche Akzente eingebracht», heisst es in der Mitteilung weiter. Zusammen mit dem Kirchenratskollegium sei es ihm gelungen, die Präsenz der Landeskirche und der Kirchgemeinden im öffentlichen Leben zu stärken.

Auch seien unter Bührer insbesondere junge Menschen in der Kirche gefördert und unterstützt worden. So seien in den Thurgauer Kirchgemeinden in den letzten Jahren etliche Ausbildungsplätze für junge Menschen entstanden, die sich berufsbegleitend für den kirchlichen Dienst als Diakoninnen und Diakone ausbilden lassen.

Übergang ist vorbereitet

Die Ersatzwahl für das Kirchenratspräsidium soll in der Sitzung der Synode vom 5. Juli 2021 erfolgen. Die Federführung für die Nachfolgeregelung im Kirchenratspräsidium liegt beim Büro der Synode. Die Eingabefrist für Kandidaturen, die noch im offiziellen Synodalamtsblatt berücksichtigt werden können, läuft bis 17. Mai 2021. (bat)