Sexueller und spiritueller Missbrauch

Betroffenenorganisationen gründen nationalen Dachverband

Drei Schweizer Organisationen für Betroffene von Missbrauch im kirchlichen Umfeld haben sich zum Dachverband Samiga zusammengeschlossen. Damit wollen sie ihre Interessenvertretung stärken und schweizweit einheitliche Schutzstandards fördern.

Die Betroffenenorganisationen Sapec aus der Westschweiz, IG-Miku aus der Deutschschweiz und Gava aus dem Tessin haben Mitte Oktober den nationalen Dachverband Samiga gegründet. Wie die drei Organisationen in einer Mitteilung schreiben, soll dieser die Interessen von Missbrauchsbetroffenen auf nationaler Ebene vertreten und ihre Anliegen verstärkt in kirchliche, politische und gesellschaftliche Prozesse einbringen.

Ziel sei es, dass Betroffene unabhängig von ihrem Wohnort gleichwertige Unterstützung und wirksamen Schutz erhielten. Dazu wolle sich Samiga für einheitliche und verbindliche Standards im Umgang mit Missbrauch einsetzen.

Die drei Gründungsorganisationen bleiben laut Mitteilung eigenständig und bieten weiterhin kostenlose und unabhängige Unterstützung in ihren jeweiligen Sprachregionen an. Übergreifende Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Interessenvertretung übernehme künftig der Dachverband.

Samiga verfügt über eine Geschäftsstelle in Bern, die seit August von der Sozialwissenschaftlerin und Sozialarbeiterin Anna Suppa geleitet wird. Finanziert wird die Geschäftsstelle laut Mitteilung durch Stiftungen, kirchliche Institutionen und eigene Mittelbeschaffung. (gab)

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